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Uriah Heep - Living The Dream


Release Info: 2018 - Frontiers - Full Length
Band Info: England - 1969 - Hard Rock
Bewertung: 8


Songs

1. Grazed By Heaven
2. Living The Dream
3. Take Away My Soul
4. Knocking At My Door
5. Rocks In The Road
6. Waters Flowin'
7. It's All Been Said
8. Goodbye To Innocence
9. Falling Under Your Spell
10. Dreams Of Yesteryear

War klar, dass Peters die von Jeff Scott Soto (!) verfassten Lyrics des „Living The Dream"-Openers ´Grazed By Heaven´ („The song is clearly about sexual tension and desire, very much in the form of ´Fifty Shades Of Grey´") dermaßen „goutiert", dass er sich den halben Beate-Uhse-Katalog zulegt, allerdings erinnert er mit seiner, nun ja, Henkersmaske, die er momentan bereits zum Frühstück trägt, fatalerweise eher an El Duce von den Mentors als an Desperate-Housewife-Traum Christian Grey, schließlich muss unser Bochumer Lausbub, einmal „on fire", ja immer übertreiben...
Wirklich wichtig ist, wenn wir über die neue URIAH HEEP reden, eh was anderes, die letzten Alben der Band, also so ca. alles nach „Fallen Angel" (kleiner Spaß...), waren nämlich okay, manchmal überraschend gut, einen späten Klassiker findet man aber nicht, auch nicht mit rosaroter Fanbrille (Felix hat sich letztens eine bei Fielmann zugelegt...). Auch „Living The Dream", erster Langdreher seit „Outsider" von 2014 und Studioplatte Nummer drei für Frontiers, stellt die Welt nicht auf den Kopf, darf in seiner Entspanntheit, wegen seines „echten", organischen Sounds und vor allem mit seiner formidablen A-Seite (´Take Away My Soul´, der mehr nach Purple als nach Heep klingende Titelsong) aber durchaus als nachhaltiger Ausreißer nach oben bezeichnet werden, hier gibt es für den Hardrock- und Classic-Rock-Gourmet weit mehr Futter, als er erwarten durfte, die ollen Haudegen, Gitarrist Mick Box und Keyboarder Phil Lanzon genauso wie Frontmann Bernie Shaw (in absoluter Hochform!), lassen diesmal echt wenig Raum für nachfolgende Generationen, die sich, um nur bei URIAH HEEP zu bleiben, an Alben wie „Salisbury", „Look At Yourself" oder „Demons And Wizards" bekanntlich sowieso nach wie vor die Zähne ausbeißen. Ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist, muss letzten Endes jeder selbst entscheiden... (ROCK HARD 8 / 10)




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