
1. Make It
2. Somebody
3. Dream On
4. One Way Street
5. Mama Kin
6. Write Me
7. Movin' Out
8. Walkin' The Dog
Bis 1970 spielte STEVEN TYLER in einer Band namens CHAIN REACTION, JOE PERRY (Leadguitar) und TOM HAMILTON (Bass) bei der JAM BAND. Diese Drei taten sich zusammen und gründeten in diesem Jahr in New Hampshire eine der erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten - AEROSMITH! Kurz nach der Gründung stießen dann noch RAYMOND TABANO an der Rythmusgitarre, der aber bereits 1971 durch BRAD WITHFORD ersetzt wurde, und JOE KRAMER dazu, der STVEN TYLER am Schlagzeug ablöste. Beachtlich finde ich, dass diese Besetzung auch heute noch aktuell ist, bis auf wenige Unterbrechungen spielen die Fünf schon seit fast 50 Jahren zusammen. Musikalisch sind AEROSMITH ganz tief im bluesorientierten Hard Rock verwurzelt, sie lassen auch immer wieder eine Prise Swing in ihre Songs mit einfließen. Das Debütalbum ist sehr erdig und hemdsärmelig, der Blues dominiert hier eindeutig - mir gefällt das sehr gut. Als dieses Album 1973 erschienen ist, war es kein allzu großer Erfolg, was heute darauf zurückgeführt wird, dass COLUMBIA RECORDS damals zur gleichen Zeit das Debütalbum von BRUCE SPRINGSTEEN veröffentlichten, und die Werbetrommel vorwiegend dafür rührten. Auch die Singleauskopplung "Dream On" war kein großer Erfolg, erst als sich AEROSMITH 1976 mit ihrem dritten Album "Toys in the Attic" nach oben spielten, stieg auch die Wiederveröffentlichung dieser Single in den Charts ganz nach oben - und wurde zum Welthit. Mir persönlich gefallen die Songs durch die Bank sehr gut, vor allem das Einfache und Unkomplizierte finde ich heute sehr erfrischend, das wirkt so ehrlich und authentisch - ich mag es einfach. Ich denke nicht, dass AEROSMITH bei der jüngeren Generation mit diesem Album heute noch punkten können, aber uns "Alten" dürfte diese hemdsärmelige Musik doch noch immer ein breites Lächeln ins Gesicht zaubern. Das STEVEN TYLER damals die treibende Kraft und der kreative Kopf von AEROSMITH war, kann man schon daran erkennen, dass fast alle Songs aus seiner Feder stammen. Lediglich "Movin'Out" schrieb er mit JOE PERRY, "Somebody" mit STEVEN EMSPACK und "Walkin' the Dog" ist ein Cover von Swing-Legende RUFUS THOMAS. Aus einem durchweg gelungenen und spannenden Album würde ich natürlich den "späten" Welthit "Dream On", "Make it", die fette Blues-Nummer "One Way Street" und "Write me"" als Anspieltipps empfehlen. Grundsätzlich ist es für mich ein Album ohne groß erkennbare Schwächen, es stimmig und authentisch - der 70er-Jahre-Spirit ist allgegenwärtig und begeistert mich auch heute noch. Damals waren AEROSMITH noch auf der Suche nach ihrem endgültigen Stil, die Songs auf ihrem Debütalbum sind noch sehr, sehr tief im Blues verwurzelt, sie sind fast sowas wie eine "Southern-Rock-Band" - finde ich zumindest. Mein Fazit: Mit ihrem Debütalbum haben AEROSMITH gleich eine anständige Duftmarke gesetzt, auch wenn es 1973 nicht der große Abräumer war. Dennoch finde ich es sehr gut, vor allem die einfachen und puren Songs mag ich sehr gerne - auch heute noch. Wer auf bluesorientierten Hard Rock steht, der ist hier bestens aufgehoben, für Fans von AEROSMITH ist dieses Album sowieso ein Pflichtkauf - finde ich!(AMAZON)
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