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Aerosmith - Music From Another Dimension!



Release Info: 2012 - Columbia - Full Length
Band Info: USA - 1969 - Hard Rock
Bewertung: 7


Songs

1. Luv XXX
2. Oh Yeah
3. Beautiful
4. Tell Me
5. Out Go The Lights
6. Legendary Child
7. What Could Have Been Love
8. Street Jesus
9. Can't Stop Loving You
10. Lover Alot
11. We Are Fall Down
12. Freedom Fighter
13. Closer
14. Something
15. Another Last Goodbye

Wenn schon im Vorfeld einer Veröffentlichung die Rede davon ist, dass sich eine Band ausschließlich auf ihre Stärken konzentriert und an ihre eigene große Vergangenheit anknüpft, gilt es, vorsichtig zu sein: Zu oft wird man enttäuscht, zu oft bekommt man lediglich Aufgewärmtes serviert, quasi irgendeinen Grund, noch mal auf Tour zu gehen, schließlich vermehrt sich die Knete auf dem Konto - Scheißschuldenkrise - heutzutage ja auch nicht mehr von selbst. Hört man sich den ersten Song der neuen AEROSMITH-Platte an, wohlgemerkt der ersten „richtigen" AEROSMITH-Platte seit 2001, juckt´s einen dagegen ziemlich flott in allen Gliedern: ´LUV XXX´ gemahnt vielleicht nicht unbedingt an die siebziger Jahre, wohl aber an „Permanent Vacation" (1987) und „Pump" (1989), zwei Klassealben, mit denen sich AEROSMITH damals neu erfunden haben. Und auch in der Folge wird´s immer wieder spannend: ´Oh Yeah´, ´Out Go The Lights´ und ´Legendary Child´ sind typischstes Bandfutter, aber besser auf den Punkt komponiert als Vergleichbares auf „Nine Lives" und „Just Push Play", ´Beautiful´ kann mit dieser Chorus-Hook nur gewinnen, die Power-Ballade ´What Could Have Been Love´ gefällt diesseits der Kitschgrenze genauso wie das zusammen mit Altmeister Desmond Child geschriebene, souveräne ´Another Last Goodbye´ - und ´Lover Alot´ rock´n´rollt sich trotz seiner supereinfachen Gute-Laune-Formel tatsächlich zum Highlight des (sehr langen) Albums. Dass das von Steven Tyler (v.), Joe Perry (g.), Jack Douglas und Marti Frederiksen produzierte „Music From Another Dimension!" 15 Songs enthält, davon eine Handvoll mit Überlänge, ist allerdings weniger „value for money" als vielmehr seine Krux: Die im Sande verlaufenden ´Tell Me´, ´Street Jesus´, ´Something´ und ´Freedom Fighter´ (Vocals: Joe Perry, Background: Johnny Depp) stutzen das 15. AEROSMITH-Studioalbum genauso wieder auf, nun ja, „Normalniveau" zurecht wie die völlig austauschbaren Schmachtfetzen ´We All Fall Down´, ´Closer´ und ´Can´t Stop Loving You´ (Tiefpunkt der Platte). Das Gesamtergebnis ist dementsprechend kein echter Überflieger, vor dem man auf die Knie sinkt, aber zumindest das beste ´Smith-Album seit „Get A Grip" von 1993. Und darüber darf man sich ruhig freuen.  (ROCK HARD 8 / 10)



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