1. Sound The Alarm
2. Sense Of Will
3. Too Many Prophets
4. Release
5. Division
6. Tools Of Seperation
7. Grateful
8. A Screaming Breath
9. My Soul's Affliction
10. Driven
11. Brotherhood?
"Screams And Whispers" ist das mittlerweile vierte Album der US-Avantgarde-Thrasher ANACRUSIS. Wie alle Vorgänger ist auch dieses Werk absolut brillant, doch hierzulande scheint das niemanden zu interessieren. Während sich das Quartett in den Staaten einen nicht zu verachtenden Fankreis erspielt hat, wird es in Europa von den Medien und besonders von den Fans geradezu ignoriert. Dabei bieten ANACRUSIS doch alles, was man von einer Metal-Scheibe erwarten darf: Sie sind originell, heavy und allesamt begabte Instrumentalisten. Mein Hauptproblem bei ANACRUSIS-Reviews war bis dato, daß ich keine vergleichbare Band ausfindig machen konnte. Zum Glück ist seit dem Release des letzten ANACRUSIS-Outputs eine Formation auf der Bildfläche erschienen, die den ANACRUSIS-Boys wenigstens ein bißchen ähnelt: die Berliner Melancholiker Depressive Age nämlich. So könnt ihr euch wenigstens ungefähr vorstellen, wie ANACRUSIS klingen, obwohl sie irgendwie doch ganz anders sind, die Marschroute ist aber dieselbe. ANACRUSIS sind jedoch vom Grundtenor her straighter, obwohl sich manche Gitarrenläufe ganz schön abgedreht anhören, Aber sie haben die gemeinen Riffs, die genau da treffen, wo's wehtut, und mit Kenn Nordi einen der variabelsten Sänger überhaupt. Kein anderer schreibt derart melodische und gleichzeitig aggressive Gesangslinien. Und wie viele Combos gibt es schon auf dieser Erdkugel, die beinharte Thrash-Riffs mit alternativen Jane's Addiction-Sounds, brachialen Industrial-Grooves und ohrwurmverdächtigen Melodien kombinieren können? Was also muß diese Band noch alles tun, um endlich auch in Europa Anerkennung zu finden? Kanzler Kohl vor laufenden Kameras eins aufs Maul hauen? Oder dem Kölner Erzbischof ans Bein pinkeln? (ROCK HARD 9 / 10)


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