1. The Human Bondage
2. Inhuman
3. Unreal Soul
4. Disbeliever
5. Forever
6. Unite
7. Got This Evil
8. The Cultman
9. Freedom Awaits
10. Killer
Vier Alben in vier Jahren: vier Mal S-Klasse mit Sternchen. ANGEL DUST sind und bleiben ein Phänomen. Sie stellen als Songwriting-Überflieger große Teile der Konkurrenz deutlich in den Schatten und zeigen der gesamten Szene, dass melodischer Kraftfutter-Metal quicklebendig, modern, klischeefrei und knackig frisch klingen kann, wenn man frei Schnauze mit Stil, Esprit und einer unmissverständlich eigenen Note losbrettert. Ihre von schartigem Kellerloch-Riffing angefeuerten und mit einfallsreichen Keyboardsounds abgefederten Nummern kommen durch die Bank mit fantastisch eingängigen Melodien durch die Speaker gewummert und explodieren in atmosphärisch dichtem Bombast - auf den Punkt kunstvoll arrangiert und handwerklich fein umgesetzt. Die insgesamt zehn Tracks (mit der ebenfalls fürstlich ausgefallenen Coverversion des Seal/Adamski-Gassenhauers ´Killer´ als Betthupferl) ergänzen sich zu einem vollreifen Meisterwerk. Hier klirren keine Schwerter, hier stöhnen keine Ohoho-Chöre, und die Fresse wird nicht markig bis zum Dachgiebel aufgerissen. Nein: Of Human Bondage steht auch ohne potenzsteigernde Mittelchen vom ersten Säuseln bis zum letzten Crash wie die berühmte Eins. Der bärenstarke Fahrer Dirk Thurisch (v.) und seine Schrauber bringen ihren Wagen ohne breite Schlappen oder tiefergelegtes Fahrwerk auf die Straße, steuern keine Poserkiste mit Tuning-Teilen von der Stange, sondern eine edel aufpolierte Custom-Sonderanfertigung, und lassen die öttelnde Blechlawine des Melodic Metal-Mainstream mit spielerischer Leichtigkeit und einem mächtigen Röhr! links liegen. (ROCK HARD 9,5 / 10)


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