2. Lone Justice
3. Madhouse
4. S.S.C. / Stand Or Fall
5. The Enemy
6. Aftershock
7. Armed And Dangerous
8. Medusa
9. Gung-Ho
Eigentlich schon länger angekündigt war diese Nachfolge-LP des "Fistful Of Metal"-Albums. Wie die meisten von euch ja wissen, ist Sänger Neil Turbin inzwischen durch Joey Belladonna ersetzt worden, und dass dies durchaus ein Gewinn für die Band sein würde, davon konntet ihr euch schon auf der "Armed & Dangerous"-EP überzeugen. Nun ist also endlich auch "Spreading The Disease" erhältlich, und diese LP wird Maßstäbe setzen. ANTHRAX beschreiben sich ja selber nicht als Speed-Metal-Band, sondern eher als eine Truppe, die Wahnsinnspower aggressiv und schnell rüberbringt. Schon gleich der Opener 'A.I.R.' ist rasend schnell, mit brillanten Soli und einem überragenden Stimmakrobaten. Die nachfolgenden 'Gunslinger' und 'Madhouse' können diesen hohen Standard nicht unbedingt halten, was aber nicht bedeuten soll, dass die Stücke etwa schwach sind - sie übertreffen immer noch mit Leichtigkeit den Einheitsbrei der meisten anderen Veröffentlichungen dieses Monats. 'Stand Or Fall' (eigenwilliges Intro, danach geht wieder ordentlich die Post ab), das folgende 'The Enemy' und der Hammer 'Aftershock' bringen euch fast um den Verstand. Wer bis dahin überlebt hat, der kann sich beim schon bekannten 'Armed & Dangerous' ausruhen, ehe auch hier der Geschwindigkeitspegel in gefährliche Höhen schnellt. Der Nackentöter 'Medusa' bereitet euch auf den Höhepunkt vor, der mit 'Gung-Ho' so erbarmungslos schnell zuschlägt, dass ich wirklich Angst um den Zustand der Rock-Hard-Leser nach Hören der LP habe. ANTHRAX haben nicht zuviel versprochen, "Spreading The Disease" besitzt mehr Potential und Intelligenz als "Fistful Of Metal", die Stücke sind differenzierter, hier wird nicht nur einfach auf den Instrumenten herumgedroschen. Als Note ist eine 9,5 nicht zuviel, ANTHRAX bewegen sich nämlich mit Sicherheit bereits auf dem gleichen Level wie Metallica oder Metal Church.(ROCK HARD 9,5 / 10)


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