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Anvil - Hard'n'Heavy




Release Info: 1981 - Attic - Full Length
Band Info: Kanada - 1978 - Heavy Metal
Bewertung: 7     


Songs:


1. School Love
2. AC/DC
3. At The Apartement
4. I Want You Both (With Me)
5. Bedroom Game
6. Ooh Baby
7. Paint It Black
8. Oh Jane
9. Hot Child
10. Bondage

Kanada steht jetzt in der öffentlichen Wahrnehmung nicht unbedingt für Rockmusik, obwohl das nordamerikanische Land jede Menge guter Bands/Musiker hervorgebracht hat. Eine dieser Bands ist ANVIL die mit ihrem 1981 erschienen Debütalbum "Hard'n'Heavy" ein erstes Ausrufezeichen setzen konnten.
Bereits 1973 begannen ROBB REINER (Drums) und STEVE KUDLOW (Vocals/Gitarre) in Toronto gemeinsam Musik zu machen, 1978 stießen DAVE ALISON (Gitarre) und IAN DICKSON (Bass) dazu und die vier gründeten die Band LIPS. Unter diesem Namen erschien dann auch das Debütalbum "Hard'n'Heavy", nachdem sie aber einen Plattenvertrag bei ATTIC unterschrieben hatten änderten sie auf Wunsch des Labels ihren Bandnamen in ANVIL, da bereits eine Disco-Band mit dem Namen LIPPS, INC. existierte.
Auf "Hard'n'Heavy" spielen die vier Kanadier einfachen und auch ziemlich unspektakulären Hard Rock, auf den späteren Alben und unter dem Einfluss des aufkommenden NWoBHM, legten sie dann eine gehörige Portion Geschwindigkeit und Härte zu. Das soll aber nicht bedeuten, dass das Debütalbum von ANVIL ein schwaches oder gar langweiliges Album war, das Gegenteil ist der Fall. Zwar ist die Musik sehr einfach gehalten und wenig innovativ, dennoch spielen sie zeitgemäßen Hard Rock der weit über dem Durchschnitt vergleichbarer Veröffentlichungen liegt. Der Eine oder Andere wird heutzutage wahrscheinlich etwas die Nase rümpfen und diese Musik als "altbacken" oder "verstaubt" bezeichnen, aber wer zu Beginn der 80er bereits in Sachen Hard & Heavy unterwegs war, wird "Hard'n'Heavy" durchaus zu schätzen wissen. "School Love", "AC/DC", "I Want you Both", Hot Child" und "Bondage" sind wirklich gute Songs geworden die durch einfache und unkomplizierte, aber dennoch sehr eingängige, Melodien zu überzeugen wissen.
Wenn man sich als junge Band an eine Coverversion eines STONES-Klassikers heran wagt, dann gibt es meistens ein ganz böses "Dudu", in diesem Fall aber nicht. ANVIL haben aus "Paint it Black" tatsächlich eine eigene Nummer gemacht, mir hat diese Version richtig viel Spaß gemacht.
Die genannten Songs haben mir am besten gefallen, insofern würde ich sie auch als Anspieltipps empfehlen.
Mein Fazit: Das Debütalbum von ANVIL ist kein bandtypisches Album der vier Kanadier geworden. Auf "Hard'n'Heavy" gibt es typischen "80er-Jahre-Hard-Rock" zu hören, meiner Meinung nach war die Band hier noch in einem Findungsprozess. Aber schon mit dem Nachfolger haben sie ihren Weg und ihren Stil gefunden, den sie dann aber auch konsequent weiter verfolgt haben.(AMAZON)
Anvil - Photo

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