1. Day Breaker
2. Prisoner Of Pride
3. Savage Tears
4. Under The Spell
5. Blind Man
6. About To Burn
7. Under Innocence Wing
8. Sins Of The World
9. The Darker Side
10. Ten More Tales Of Grand Illusion
Oha. Die Kluft auf der Insel wird immer offensichtlicher. Auf der einen Seite ruft das Gros der Musikpresse schamlos jeden hippen Spackentanz zum "next big thing" aus. Dafür präsentiert die Gegenbewegung im Underground schon seit Jahren immer mehr Acts zwischen Kuschelrock und DreschflegelCore, die klassische Trademarks kultivieren. In der Bombast-Heavy-Ecke machen sich nun auch BALANCE OF POWER mit ihrem dritten Album verstärkt als ernstzunehmender Progressive-Ohrwurm-Act bemerkbar, wenn auch mit einem phasenweise etwas kräftigeren Metal-Einschlag als Arena, Threshold oder Ten. Das sauber und transparent produzierte Konzeptscheibchen tritt zwar keine neuen Türen ein, liefert jedoch eine gekonnt eingespielte Mischung aus Einflüssen zwischen Skandinavien und den Estados Unidas. Mal lünkern die guten alten Queensryche ums Eck, mal klingt das Riffing oder die rhythmische Unterlage - allerdings weit weniger deutlich als bei Vanden Plas - von Dream Theater inspiriert, der Mann an den Keyboards scheint gerne zum Angelurlaub mit Malmsteen/Stratovarius-Keyboarder Jens Johannson nach Südschweden zu fahren, und die coolen Sologitarren setzen als Kontrastmittel mit Breitmaulfrosch-Licks und fetten Wimmerhakensequenzen angenehm unfrickelige Akzente. Abgesehen von dem etwas armen "Lalala"-Text der Piano-Ballade 'The Darker Side' und zwei, drei nicht ganz zu Ende gemalten Melodielinien ein spielerisch und technisch vollreifes Album. (ROCK HARD 8 / 10)


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