Bewertung: 7,5
1. Circle Of Time
2. God
3. Electricity
4. Agony
5. Warzone
6. Intoxication
7. Pain
8. Silence
9. Religion
10. Slaughterhouse
11. Rock Me Amadeus
Nicht ganz so rabiat, wie der Bandname suggeriert, aber doch recht flott gehen Sänger Fernando Garcia und Gitarrist Doc Heyne auf diesem Debüt ans Werk. Während Heyne aufgrund seiner Arbeiten bei Mad Max und Tanner lediglich Insidern bekannt sein dürfte, kehrt mit Garcia immerhin ein Mann auf die Szene zurück, dessen erstklassiger Gesang Ende der Achtziger großen Anteil am Erfolg der Hannoveraner Victory hatte.
Unter der Regie von Michael Voss haben die beiden - ähnlich dem Silver-Project, wo Gary Barden eigens für ihn geschriebene Songs interpretierte - zehn Eigenkompositionen sowie das Falco-Cover ´Rock Me Amadeus´ eingespielt und sich von der stilistischen Ausrichtung her am griffigen Hardrock ihrer früheren Bands orientiert. Für die eine oder andere Überraschung ist man jedoch gut. Dies gilt sowohl im negativen als auch im positiven Sinne. Neubearbeitung hin oder her: Aus einer beschissenen Pop-Nummer wie ´Rock Me Amadeus´ hätte selbst Lemmy nicht mehr herausholen können (der ist dann allerdings schlau und lässt es gleich bleiben...).
Positiv fällt jedoch die anfangs Metallica-Feeling versprühende, getragene Nummer ´Agony´ auf, die sich doch deutlich vom Rest des Songmaterials unterscheidet. Warum? Weil man hier den sicheren, weil vorhersehbaren Weg verlässt und sich nicht scheut, mit genrefremden Einflüssen zu experimentieren. Denn dass Fernando Garcia ein exzellenter Sänger ist, der alle Spielarten des Rock beherrscht, ist lange bekannt. Da wäre es besser gewesen, man hätte ihm Raum für die eine oder andere Extravaganz gelassen. So findet sich auf „Biss" zuviel biedere Hausmannskost, die eine bessere Bewertung verhindert. (ROCK HARD 6 / 10)


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