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Blind Guardian - Somewhere Far Beyond




Release Info: 1992 - Virgin - Full Length
Band Info: Deutschland - 1984 - Power Metal
Bewertung: 10


Songs:

1. Time What Is Time
2. Journey Through The Dark
3. Black Chamber
4. Theatre Of Pain
5. The Quest For Tanelorn
6. Ashes To Ashes
7. The Bard's Song - In The Forest
8. The Bard's Song - The Hobbit
9. The Piper's Calling
10. Somewhere Far Beyond
11. Spread Your Wings
12. Trial By Fire
13. Theatre Of Pain

Viel Zeit haben sich die blinden Gardinen für ihren neuen Longplayer gelassen, und das ist gut so, denn so kann der Rezensent vermelden, daß die Jungs eine von A bis Z nahezu perfekte Platte abgeliefert haben, angefangen bei den Songideen über Arrangements und Produktion bis hin zu den starken Melodylines. Stilistisch hat sich wenig bei BLIND GUARDIAN geändert. Warum auch? Von Platte zu Platte hat sich die Krefelder Formation einen immer größeren Fankreis erspielen können (ihre letzte LP ist schließlich seit zwei Jahren konstant in unseren Lesercharts vertreten), weil sie eben immer Qualität und ehrliche Mucke ohne Hype abgeliefert haben, und das hat sich auch auf "Somewhere Far Beyond" nicht geändert. Da dominieren auch weiterhin harte Gitarrenriffs, die immer eine fette Portion Melodie enthalten, vermischt mit Hansi Kürschs nochmals verbesserten Vocals, die nicht selten an die Pretty Maids-Röhre Ronny Atkins erinnern, und der gewissen Prise Bombast, die die Guardians schon auf ihrer letzten LP mit Vorliebe eingesetzt haben. Diese pompösen Hintergrundsounds passen hier hundertprozentig zum Gesamtsound, egal ob das die Bläser und Streicher-Einsätze bei 'Theatre Of Pain' (ist in zwei verschiedenen Versionen auf der LP enthalten), die Dudelsack-Klänge beim Titeltrack oder die zahlreichen dezenten Keyboard-Einlagen (bei mehreren Songs vertreten) sind. Die Guardians wissen, was sie tun, und sind somit völlig zu Recht die mittlerweile führende deutsche Band in Sachen Melodic-Speed. Die Vorgänger um Michael "Ich bin total cool" Weikath und Michael "lch bin total witzig" Kiske, also Helloween, können sich hinter einer Scheibe wie "Somewhere Far Beyond" jedenfalls nur noch verstecken, da das Krefelder Quartett längst ihren Platz eingenommen hat. Es fällt schwer, Höhepunkte auf dieser Scheibe zu benennen, da die Eigenkompositionen alle ein gleich hohes Niveau haben, von daher ragt wirklich nur die mehr als gelungene Queen-Coverversion 'Spread Your Wings' heraus, die mir beim ersten Hören tatsächlich Gänsehaut bereitet hat. Eine brillante Version, bei der vor allem Shouter Hansi zu ungeahnter Form aufläuft. Mehr als "Somewhere Far Beyond" kann eine Scheibe kaum noch bieten - wenn die Band jetzt nicht richtig groß wird, weiß ich auch nicht mehr, was ihr noch wollt! (ROCK HARD 9,5 / 10)





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