1. Black Dwarf
2. Seven Silver Keys
3. Assassin Of The Lights
4. Copernicus
5. The Man Who Fell From The Sky
6. Witches
7. Born In A Tank
8. Spellbreaker
9. The Day And The Night
10. Mars And Volcanos
Eure schnieken Heimaltäre dürfen freigeräumt werden: die leeren Bierflaschen bitte in die Kiste, die Kippen in den Müll, die Pornosammlung unter die Matratze. Die nächste Kerzenmesse steht an, und wer sich weigert, fleißig mitzusingen und den Messias zu preisen, muss ohne Abendbrothostie ins Bett. „Candlemass", die erste Scheibe der Band mit Frontstampfer Messiah Marcolin seit dem 1990er On-Stage-Doppeldecker „Live", ist das wohl am sehnsüchtigsten erwartete Comeback des Jahres, und bereits nach dem überraschend schnellen Power-Metal-Opener ´Black Dwarf´, der auch auf dem unterbewerteten „Chapter VI"-Rundling hätte stehen können, ist Entwarnung angesagt: Die Epic-Doom-Legende CANDLEMASS hat nichts verlernt und ihren urtypischen Achtziger-Sound mit leichten Modifizierungen im Gitarrenbereich ins nicht mehr ganz so neue Jahrtausend gerettet. Klar, für die überirdische Klasse von „Ancient Dreams" und vor allem „Nightfall" fehlen der toll produzierten Scheiblette etwas die ganz großen, nie mehr aus dem Hirn verschwindenden Hooks - lediglich das überragende ´Seven Silver Keys´ ist ein Über-Classic. Mit dem dritten Marcolin-Output „Tales Of Creation" kann sich „Candlemass" aber durchaus messen lassen. Wer also jetzt, Ende April, Anfang Mai, schon wieder sehnsüchtig auf den fiesen Herbst wartet und gute Laune eh für ´ne saublöde Erfindung hält, sollte sowieso schleunigst Stappert-like in den nächsten CD-Shop doomen und diese supergeile Stunde Musik verhaften. Und wer das Ganze nicht so eng sieht und zwischen zwei auf sich warten lassenden Snare-Schlägen auch schon mal genre ´ne Runde grinst oder sogar lacht, darf natürlich ebenfalls zuschlagen. Muss ja keiner erfahren... (ROCK HARD 8,5 / 10)


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