2. Ground
3. A Dying God Coming Into Human Flesh
4. Drown In Ashes
5. Os Abysmi Vel Daath
6. Obscured
7. Domain Of Decay
8. Ain Elohim
9. Totengott
10. Synagoga Satanae
11. Winter (Requiem: Chapter Three: Finale)
Zum Comeback des Jahres gehört stets der passende Tonträger. Allein die Ankündigung, dass CELTIC FROST sich nach 13 Jahren wieder bequemen, ein Studioalbum einzuspielen, war eine Sensation. Dabei wird es 'Monotheist' schwer haben, denn dieses Album heischt weder nach Lobeshymnen noch nach gefälligem Zeitgeistapplaus. 'Monotheist' ist ein Moloch, pechschwarz, zähflüssig, beklemmend und geradezu monolithisch. Es spannt einen musikalischen Bogen von zähen Doom- Orgien und deprimierend-hypnotischen Elementen à la Massive Attack bis hin zu überbordend metallischen Soundfetzen. Tom G. Warrior haucht der Scheibe, im wahrsten Sinne des Wortes, Leben und Tod ein. Mal flüsternd, mal beschwörend, mal klagend. Bereits nach wenigen Minuten ist man hoffnungslos in dieses lebensentsagende Konstrukt verstrickt. Konstrukt deshalb, weil 'Monotheist' für meinen Geschmack sehr künstlich und durchgeplant wirkt, weshalb wirklich magische Momente (wie bei 'Morbid Tales' oder 'To Mega Therion') selten aufkommen. Nichtsdestotrotz haben CELTIC FROST ein mächtiges Pfund auf die Waage gelegt. Ein finsteres Opus, fernab so genannter 'Hörgewohnheiten', beklemmend, eigenwillig und fremd. Die Platte gewinnt noch einiges an Tiefe, wenn man das Textblatt zur Hand hat. Wer den Fokus auf die Musik allein legt, sollte sich allerdings im Klaren sein, dass CELTIC FROST anno 2006 nur schwer mit dem vergleichbar sind, was vor über 20 Jahren seinen Anfang nahm. (ROCK HARD 8,5 / 10)


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