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Clawfinger - Dead Dumb Blind




Release Info: 1993 - Warner - Full Length
Band Info: Schweden - 1991 - Crossover
Bewertung: 7,5


Songs:

1. Nigger
2. The Truth
3. Rosegrove
4. Don't Get Me Wrong
5. I Need You
6. Catch Me
7. Warfair
8. Wonderful World
9. Sad To See Your Sorrow
10. I Don't Care

Genauso bunt und schrill wie das tolle Cover-Artwork ist auch die Musik dieser schwedischen Newcomer, die auf sehr homogene Art rotzigen Rock mit Rap-Vocals, abgedrehten Gitarrentönen, spacigen Keyboardsounds, Samples und Scratches kombinieren. Dieses Konglomerat erweist sich bei den ersten beiden Tracks, die den grob vergleichbaren Rage Against The Machine-Highlights 'Killing In The Name Of' und 'Bullet In The Head' in nichts nachstehen, als absoluter Volltreffer: Das dynamische 'Nigger' besticht durch seine markante Gitarren-Melodie und den kritischen, antirassistischen Text, und 'Truth' reißt einen durch sein in Tonleiter-Manier dahingaloppierendes Riff und den packenden Refrain mit. Die fast schon als Volksmusik-Parodie eingesetzten Uff-tata-Rhythmen verhelfen dem treibenden 'Don't Get Me Wrong' darüber hinaus genauso zu außergewöhnlicher Klasse wie die stark an die Barbie Bones erinnernden schrägen Melodien in der Singalong-Nummer 'I Need You', die außerdem mit "You asked me if I love you, but you never asked me why" die Textzeile des Albums enthält. Soweit volle Punktzahl. Doch leider können CLAWFINGER dieses Niveau nicht bei allen Stücken halten. Kann man über das etwas zu offensichtlich an Faith No Mores 'From Out Of Nowhere' angelehnte 'Rosegroove' noch hinwegsehen, so stellt sich bei dem von zwischenzeitlichen Rock-Eruptionen aufgelockerten Wummer-Bass-HipHop-Track 'Catch Me' schon die Frage nach dem Sinn. Man vermisst gegen Ende der Spielzeit einfach den Pep, die auf den Punkt gebrachten Strukturen, die coolen Breaks und die enorme Eingängigkeit, so dass es unter dem Strich "nur" zu 8,5 Punkten reicht. Ungeachtet dessen ist dieses mehr als beeindruckende Debüt ein gefundenes Fressen für Fans von Bands wie Rage Against The Machine, Faith No More, Sator oder den Barbie Bones. Um diesen Talenten keine große Zukunft zu prophezeien, muss man schon "deaf, dumb & blind" sein! (ROCK HARD 8,5 / 10)





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