Release Info: 1999 - Nuclear Blast - Full Length
1. Shining
2. I Never Die
3. Moonlight
4. Fly
5. Memory
6. The Holy One
7. The Game
8. Waiting
9. Awake
10. Tale
Offener ist die neue CREMATORY-Scheibe ausgefallen: offener und vielfältiger. Damit markiert "Act Seven" in jeglicher Hinsicht den Wendepunkt in der Karriere der Band. Nach der Trennung von Gitarrist Lotte, bis dato der musikalische Kopf der Gothic-Combo (der mittlerweile mit seinem neuen Projekt Sculpture ins Rennen gegangen ist), hat man den CREMATORY-Sound entrümpelt. Altfans können jedoch beruhigt sein: CREMATORY haben sich keinesfalls um 180 Grad gedreht, sondern ihren Stil bereichert. Brutaler, eingängiger, extremer, melodischer, abwechslungsreicher, konsequenter - mehr Offenheit eben. Und endlich gibt es alle belebenden Elemente, denen man sich in der Vergangenheit versagt hatte: Cleaner Gesang (perfekt umgesetzt von Michael Rohr, Sänger der Band Century, die zum zweiten Standbein von CREMATORY-Drummer Markus Jüllich geworden ist) und weiblicher Gesang, superb gestaltet von Lisa Mosinski, hauptamtlich Sängerin bei der Pirmasenser Coverband Fat Rat (wie war noch mal der Sinnspruch mit den Perlen und den rosaroten Rüsseltieren?), deren Beiträge man mit dem altbekannten Bronchialkatarrh von Sänger Felix zu genialen Gesangsarrangements verwoben hat. Bösartig und lieblich, zuckersüß und bitter, pechschwarz und gülden: "Act Seven" ist fraglos das mit Abstand beste Album der Band. Damit können sie sich rühmen, die Erfinder des Todesschlagers zu sein (was allerdings nix mit Rex Dildo auf Leichenstarre oder einem exhumierten Roy Black mit Fußpilz zu tun hat...).(ROCK HARD 9 / 10)


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