1. Frauenluder
2. Es Tut Weh Und Tut Gut (Bäng, Bäng)
3. Element 1
4. Unter Den Bäumenb
5. Jugendschutz
6. Mein Gott Intro (Taliban)
7. Mein Gott
8. Element 2
9. Swingerclub
10. Feiste Weiber
11. Bimsemann Und Roggenkeil
12. Schnelles Geld
13. Eierfranz
14. Rumsti Bumsti
15. Satanella
16. Erlkönig
17. Ein Herz Für Tiere
18. Esoterror
Wer erinnert sich nicht -- falls er über Dreißig ist -- an saukomische und unglaublich boshafte Superknaller wie "Ba-Ba-Banküberfall", "Märchenprinz", "Heiße Nächte (in Palermo)", "Küss' die Hand schöne Frau" oder "An der Copacabana", um nur ein paar der größten Hits der österreichischen Band E.A.V. zu nennen. Sie waren die Pop-Kasperl vom Dienst und sammelten dafür Goldene Schallplatten wie andere Bierdeckel. Doch auch Narren werden älter wie an Frontmann Klaus Eberhartinger zu sehen ist. Grund genug, mal etwas ernster, nachdenklicher, aber keineswegs humorloser oder weniger boshaft zu sein. Im Titelsong sinniert E.A.V. mit gewohnt süffisant treffenden Reimen und rockigen Rhythmen über die Doppelbödigkeit der feinen Damen nach; Reinhard Meys "Über den Wolken" wird bei den E.A.V.s sehr irdisch zu "Unter den Bäumen... drum zieht es jeden Zappelhorst vom Flugplatz in den Pappelforst..."; um den Missbrauch der Religionen als Ausrede für Krieg und Terrorismus geht es in dem tiefschwarz-treffenden "Mein Gott"; "Im Swingerclub" bekommt der Satz "Liebe Deinen Nächsten" eine ganz neue Bedeutung...; mit Nonsens-Wortspielen über Bäckereiwaren erinnern E.A.V. in "Bimsemann und Roggenkeil" durchaus auch mal an alte Kasperl-Zeiten; und im "Schnellen Geld" brandmarken sie die Kaltblütigkeit und den Zynismus, mit der heute selbst menschenverachtende Aktionen eiskalt durchgezogen werden, wenn sie nur Geld bringen. Fazit: E.A.V. heute -- reifer, nachdenklicher, politischer -- aber pornografisch wie eh und je. Ein Album, das kein Blatt vor den Mund nimmt. (AMAZON)

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