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EAV - Nie Wieder Kunst (Wie Immer...)




Release Info: 1994 - EMI - Full Length    
Band Info: Österreich 1977 - Deutschrock
Bewertung: 7


Songs:

1. Nie Wieder Kunst
2. Flugzeug (Liebste Mein)
3. Cinderella
4. The Frogs Are Coming
5. 300 PS (Auto...)
6. Barbara
7. Die Zeit
8. Edi
9. Geburtstag
10. Einmal Möchte Ich Ein Böser Sein
11. Hallo
12. Zwirch & Zwabel
13. Die Geschichte
14. Ibrahim
15. Eierkopf - Rudi
16. Leckt's Mi...

Mit dem 1994 erschienenen "Nie Wieder Kunst" begann der Abstieg einer Band, die in den vorangegangenen 15 Jahren die deutschsprachige Musiklandschaft maßgeblich mitgeprägt hatte. Auflösungserscheinungen hatten sich schon zuvor bemerkbar gemacht: Allroundtalent Mario Bottazzi war bereits seit längerem kein EAVler mehr und Tasteninstrumentalist Nino Holm war nach dem zuvor erschienenen "Watumba!" (1991) aus der EAV-Familie ausgeschieden.

Dennoch ist "Nie Wieder Kunst" noch ein mehr oder minder "typisches" EAV-Album. Thomas Spitzers Texte sind reichlich bissig und auch diverse Nonsense-Reimereien machen einfach Spaß. Musikalisch ist vorliegende Scheibe allerdings merklich schwächer als sämtliche Vorgänger. Zwar können Titel wie "Nie Wieder Kunst", "Cindarella", "300 PS" oder vor allem "Eierkopf Rudi" überzeugen, aber in Summe ist auch recht viel Mittelmaß auf hiesigem Silberling vorzufinden.

Wie man heute weiß, sollte "Nie Wieder Kunst" ja das letzte "echte" Album der begnadeten steirischen Blödeltruppe werden. Günter Schönberger & Eik Breit verließen die Band nach der Tour zu diesem Album, die den hohen Erwartungen der bis dahin erfolgsverwöhnten Band nicht entsprach, ebenfalls. Angeblich soll es zu Streitigkeiten wegen Geldauszahlungen gekommen sein. Vermutlich war nach Jahren immer größer werdenden Erfolgs aber auch ganz einfach so ein bisschen die Luft raus. (Anm.: Das Live-Album "Kunst Tour `95" ist aber sehr empfehlenswert und zeigt eine formidable Live-Band am Werk.)

Nüchtern betrachtet war "Nie Wieder Kunst" anno dazumal wohl das schwächste Album der Steirer bis hierhin (was ja aufgrund der vielen, vielen starken Tonträger aber auch keine Schande ist), leider ist es nach Abgang sämtlicher Urgesteine aber dann später noch schlimmer geworden. Der Nachfolger "Im Himmel Ist Die Hölle Los" (1997) ist dann wirklich schon ein bisschen grenzwertig und EAVunwürdig, aber gut, Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden...

Fakt ist, dass auch die Verkaufszahlen dieses Mal deutlich hinter den (vielleicht auch zu hohen) Erwartungen zurückblieben. Zwar erzielte die Scheibe noch ordentliche Chart-Erfolge in Österreich und auch die Single "300 PS" wurde zum Hit, allerdings blieb der große Erfolg (vor allem in Deutschland & der Schweiz) aus. Der Sound der Platte ist ordentlich und insgesamt ist "Nie Wieder Kunst" ein durchaus unterhaltsames Album. Da wie dort merkt man aber ein wenig wehmütig, dass die großen Glanzzeiten allmählich vorbei waren. (AMAZON)






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