Release Info: 2014 - Edel - Full Length
Band Info: Deutschland - 1989 - Power Metal
Bewertung: 8
Bewertung: 8
1. Avalon
2. Hellbent
3. Pale Rider
4. Born To Fly
5. Master Of Confusion
6. Empire Of The Undead
7. Time For Deliverance
8. Demonseed
9. Seven
10. I Will Return
11. Built A World
Es geschehen noch Zeichen und Wunder. GAMMA RAY, denen in diesem Jahrtausend bislang kein einziges wirklich herausragendes Album glückte, präsentieren sich auf „Empire Of The Undead" so kreativ, energiegeladen und von der Ohrwurm-Muse geküsst wie seit „Somewhere Out In Space" (1997!) nicht mehr, pusten die letzten Scheiben von Helloween, Judas Priest und Konsorten locker aus dem Eisenwarenregal und liefern einen aussichtsreichen Anwärter auf den Titel „beste traditionelle Metal-Scheibe des Jahres" ab. Im hinteren Drittel fehlen manchmal ein wenig die ganz großen zündenden Ideen, ansonsten wird aber fast durchgehend allerfeinster Teutonenstahl aus dem Hochofen gewuchtet. Neben bandtypischen Priest-Speed-Granaten wie dem fabelhaften ´Hellbent´, das Kai Hansen ganz ohne Größenwahn als das zweite ´Ride The Sky´ anpreist, punkten die Hanseaten mit rabiatem Early-Metallica-Thrash (´Empire Of The Dead´), unpeinlichem Queen-Powerballaden-Pomp (´Time For Deliverance´), anspruchsvollen Gitarrenorkanen (´I Will Return´) und als Bonustrack einem großartigen Brachialschunkler (´Built A World´), den fast jede andere Band zu einer tragenden Albumsäule gemacht hätte. GAMMA RAY hingegen wissen vor lauter Geistesblitzen kaum, wohin mit den Riffsalven, kombinieren in ´Born To Fly´ augenzwinkernd völlig abgelutschte Lyrics („flying high like an eagle, touching rainbows in the sky" – 250 Euro ins quietschrosa Phrasenschwein...) mit einem absolut unwiderstehlichen Gute-Laune-Refrain von „Keeper"-Format, lassen es in ´Master Of Confusion´ – Neu-Drummer Michael Ehré sei Dank – trotz der ´Future World´-und Maiden-Anleihen betont bodenständig-rockig angehen und ziehen beim überragenden neunminütigen Bombast-Metal-Epos ´Avalon´ so dermaßen inspiriert vom Leder, dass man, ohne rot zu werden, Vergleiche zu diversen Priest/Maiden-Longtracks oder den GAMMA RAY-Karrierehighlights ´Heading For Tomorrow´ und ´Rebellion In Dreamland´ ziehen darf. Ein würdiges „Album des Monats"! (ROCK HARD 8 / 10)


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