1. Low
2. Erase
3. I Walk My Way
4. Fear
5. Seeds Of Hate
6. Peace Of Paper
7. Goddess In Black
8. To Hell And Back
Ich kann schon wieder die Stimmen hören, die meinen werden, daß GOREFEST mit diesem Album "ausgewimpt" sind, weil sie nur noch sehr selten schnell spielen. Dabei haben sie nichts anderes gemacht als die meisten Bands auch: sich nämlich weiterentwickelt. Sicher "False" war und ist ein Meisterwerk, das nicht leicht zu übertreffen ist. Aber bereits auf diesem Album, wie schon beim Erstling "Mindloss" hatten GOREFEST Songs, die fast durchgehend im Midtempo-Bereich angesiedelt waren. Nun, exakt diese überwiegen bei "Erase" ganz deutlich, denn mit 'Peace Of Paper' gibt es nur einen extrem schnellen Song. Aber deswegen sind es auch wirklich Songs. Kleine, kompositorische Gourmet-Stückchen, die viel Abwechslung bieten und nicht durchgängig nach üblichen Strukturen aufgebaut sind. Ich denke beispielsweise an den überraschenden und mitreißenden Snare/ Hi-Hat/ Gesangs-Part in 'Fear' oder die unerwarteten Tempowechsel bei 'To Hell And Back'. Auch das langsame, balladeske und doch sehr powervolle 'Goddess In Black' ist ein Song, der den üblichen Death Metal-Rahmen sprengt, ohne ihn gänzlich zu verlassen. Das ist eigentlich die wahre Kunst dieser Scheibe: GOREFEST haben viele Zitate anderer harter Musikrichtungen verwendet und mit zahlreichen einprägsamen Melodielinien gearbeitet. Sie haben also praktisch eine Platte eingespielt, die nicht mehr viel mit Death Metal zu tun hat, sich aber trotzdem ganz klar nach DM anhört - dafür sorgen allein schon Jan-Chris' weiterhin extreme Vocals und die druckvolle Produktion von Pete Coleman. Und der Song 'Erase' ist ein absoluter Hit. Damit haben GOREFEST das Künststück fertiggebracht, einen Nachfolger einzuspielen, der "False" in nichts nachsteht. Dafür gibt's auch exakt dieselbe Punktzahl wie beim letzten Mal.(ROCK HARD 9,5 / 10)


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