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Great White - Sail Away



Release Info: 1994 - BMG - Full Length
Band Info: USA - 1982 - Hard Rock
Bewertung:  7,5     


Songs:

1. A Short Overture
2. Mother's Eyes
3. Cryin'
4. Momma Don't Stop
5. Alone
6. All Right
7. Sail Away
8. Gone With The Wind
9. Livin' In The USA
10. If I Ever Saw A Good Thing

Wenn dein Label es nicht nur versäumt, deine neue Platte rechtzeitig anzukündigen, sondern erst nach dem Erscheinungstermin kommentarlos ein einsames Renzensionsexemplar an die Redaktion schickt, sieht es düster aus um deine Marktchancen. Und das in einer Branche, in der ohne die obligatorische Presse und Radio-Promotion so gut wie nichts läuft. Unter einem solch schlechten Stern ist vor ein paar Wochen die Doppel-CD der einstigen US-Goldjungs GREAT WHITE in den hiesigen Plattenöden aufgetaucht und als echtes Überraschungspaket in unserem Postfach. Die Roots-Rock-Professionals von der Westküste, die mit ihrer eigenständigen Mischung aus Melodie, Handwerk und Feeling seit über einem Jahrzehnt aus der Welt des harten Rocks und Rhythm'n'Blues nicht mehr wegzudenken sind, werden zudem mit Rabatt angeboten, wie schon anno '89 mit "Twice Shy/Live At The Marquee (Official Bootleg)" geschehen: Zusätzlich zu den zehn Neukompositionen finden sich auf dieser Disc ohne Aufpreis sieben Live-Nummern in exzellenter Radio-Show-Qualität, darunter 'Rock Me', 'Call It Rock'n'Roll', Love Is A Lie' und eine monumentale Version von Led Zeps 'Babe (I'm Gonna Leave You)', die das Geld schon alleine wert sind. Das Studiomaterial ist zwar ebenfalls lohnenswert ausgefallen, geht auf der Powerleiter aber noch einen Schritt weiter nach unten als die Tracks des letzten Albums "Psycho City". Zumindest in puncto Heaviness hat der Weiße Hai erneut ein paar Beißerchen im Staub der Straße gelassen. Fans der zentralen GW-Outputs "Shot In The Dark", "Once Bitten" und "Twice Shy" dürften damit ihre Probleme bekommen. Auf "Sail Away" finden sich neben dem einzigen Sattgroover "Mamma Don't Stop" überproportional viele Jetzt-sitz'-ich-hier-im-Mississippi-Schlamm-Schaukelstuhl-Döser. Gut, teilweise sogar sehr gut ('All Right', 'Sail Away'), aber verdammt ruhig. Wenn diese Tendenz anhält, machen die Jungs spätestens beim nächsten Album reinen Blues. (ROCK HARD 8,5 / 10)




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