Bewertung: 7,5
1. Overture: Themes From Deathsquad
2. On Earth As It Is In Hell
3. Plague And Fyre
4. The Oppressors
5. Blasphemy And The Master
6. Let Battle Commence
7. The Devil's Deadly Weapon
8. The Quest
9. Macbeth
10. Save Us From Those Who Would Save Us
11. No Martyr's Cage
Über kaum ein Metal-Debütalbum wurde schon im Vorfeld der Veröffentlichung so hitzig diskutiert wie über „Human Remains". Das liegt zunächst mal daran, dass die Scheibe gar kein richtiges Debüt ist und gewissermaßen 25 Jahre in der Mache war (siehe dazu auch das Interview in vorliegender Ausgabe). HELL waren bislang eines der bestgehüteten Geheimnisse der NWOBHM; ihre Demos (die diesem Album zugunde liegen und sogar als Bonus-CD mitgeliefert werden) kannten bisher nur echte Insider. Hitzig diskutiert wird aber auch, weil der Sound der Band so wunderbar polarisiert und deshalb entweder angebetet oder verachtet wird. Produzent, Gitarrist und Die-hard-HELL-Fan Andy Sneap hat die alten Songs mit drei von fünf Original-Musikern auf den technisch neuesten Stand gebracht und ihnen ein „Accept-Gewand" verpasst. Gleichzeitig hat er den alten Mercyful-Fate/NWOBHM-Spirit unverfälscht übernommen und so das Kunststück fertiggebracht, diesen Old-School-Stil frisch und vollkommen zeitgemäß klingen zu lassen - genauso wie bei Accept (die Andy ja auch produziert und „modifiziert" hat). Bestes Beispiel hierfür: der Megasong ´Blasphemy And The Master´, in dem nach knapp zwei Minuten eine höllische Mercyful-Fate-Gitarre in ein lupenreines Accept-Riff übergeht. Wer an dieser Stelle nicht begeistert auf die Knie sackt und um Einlass in diese herrlichste aller Höllen fleht, kann metaltechnisch nicht mehr alle Latten am Zaun haben. Und doch gibt es auch bei uns in der Redaktion unterschiedliche Meinungen zu „Human Remains"... Na ja, sei´s drum. Kalt lässt die Scheibe ganz sicher niemanden - und wenn ihr mich fragt: Ein besseres Metal-Album muss in diesem Jahr erst mal jemand hinkriegen! (ROCK HARD 9 / 10)


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