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Iced Earth - Incorruptible




Release Info: 2017 - Century Media - Full Length
Band Info: USA - 1984 - Heavy Metal
Bewertung: 8


Songs:

1. Great Heathen Army
2. Black Flag
3. Raven Wing
4. The Veil
5. Seven Headed Whore
6. The Relic (Part 1)
7. Ghost Dance (Awaken The Ancestors)
8. Brothers
9. Defiance
10. Clear The Way (December 13th, 1862)

Jon Schaffer ist ganz sicher einer der besten Songwriter der zeitgenössischen Metalszene, den Abstand auf seine Vorbilder Priest und Maiden haben ICED EARTH trotz des guten Karrierestarts aber nie verringern können. An der starken Stimme des derzeitigen Sängers Stu Block liegt das kein bisschen, sein Timbre rettet auch auf „Incorruptible" einiges. Die Kernfrage, die mich beim Anhören von „Incorruptible" umtreibt, ist, ob sich Schaffer einen Gefallen damit getan hat, nun auch noch die Produktion mithilfe eines Toningenieurs in seinem eigenen Studio anzuleiten. So verständlich es auch ist, dass Musiker heute auf ihren eigenen Füßen stehen müssen, vermisse ich auf dem Album vor allem das Bandfeeling, das die großen Genre-Klassiker (zum Teil auch die von ICED EARTH) angetrieben hat. „Incorruptible" klingt ziemlich eindeutig nach einer One-Man-Show. Präzise, aber trotz des guten Sounds auch ein bisschen steril und von Perfektionsdrang getrieben. Das ist schade, denn Schaffer hat hier mit ´Great Heathen Army´ und ´Clear The Way (December 13th 1862)´ einige seiner besten Schlachthymnen überhaupt abgeliefert. Vor allem letztere markiert einen künftigen Genre-Klassiker, den Maiden nicht besser komponiert hätten. Zwischen diesen beiden Album-Polen geht es kompakter zur Sache. ´Black Flag´, ´Defiance´ und ´The Veil´ bestechen mit starken Gesangsmelodien von Block, das harte ´Seven Headed Whore´ mit knackigen Gitarrenbreaks. Derlei Emotionen hätte man gerne in allen Bereichen der Platte gehört. Die (wenigen) balladesken Teile klingen allerdings genauso gefühllos wie das Quasi-Instrumental ´Ghost Dance (Awaken The Ancestors)´. Eine gute Platte, bei der - trotz des „Album des Monats"-Titels - leider Potenzial verschenkt wurde. (ROCK HARD 8 / 10)





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