1. Wildest Dreams
2. Rainmaker
3. No More Lies
4. Montsegur
5. Dance Of Death
6. Gates Of Tomorrow
7. New Frontier
8. Paschendale
9. Face In The Sand
10. Age Of Innocence
11. Journeyman
Ist es nun eine Enttäuschung oder nicht? Die MAIDEN-Jünger dieser Erdkugel (zu denen auch ich mich zähle) sind sich nicht einig und pendeln zwischen Begeisterung, weil Steve Harris und Co. überhaupt was Neues am Start haben, und Ernüchterung, weil das Niveau des grandiosen Vorgängers "Brave New World" nicht erreicht wird. Eine ausführliche Kritik zu "Dance Of Death" konntet ihr bereits vor zwei Monaten lesen, und im letzten Heft wurde Bruce Dickinson mit diversen Fragen konfrontiert, die nicht nur ihm, sondern auch vielen MAIDEN-Fans sauer aufstießen. Aber es hilft ja alles nichts: Auch eine heilige Kuh wie MAIDEN, die mich einen Großteil meines Lebens begleitet und nie wirklich enttäuscht hat, muss der Wahrheit ins Gesicht blicken - und feststellen, dass man nicht immer auf göttliche Kreativitätsschübe bauen kann. Durchschnittliche Nummern wie ´Wildest Dreams´, ´Age Of Innocence´ oder ´Gates Of Tomorrow´ sind nicht unbedingt der Stoff, den man von einer Weltklasse-Band erwartet, und die viel zu drucklose Produktion nimmt der Scheibe ebenfalls einiges an Reiz.
Dem gegenüber stehen mit ´No More Lies´, ´Dance Of Death´, ´Journeyman´ (gute Ballade), ´Montségur´ (gefiel mir anfangs nicht sonderlich, wächst aber) und vor allem ´Paschendale´ (Oberhammer) gewohnt starke MAIDEN-Hymnen, die zeigen, was man aus diesem Album hätte machen können. ´Rainmaker´, ´New Frontier´ und ´Face In The Sand´ dagegen sind gute, aber keineswegs spektakuläre Stücke, die sich irgendwo im MAIDEN-Mittelfeld einpendeln. Wenn "Brave New World" neun und Bruce Dickinsons "Accident Of Birth" sogar 9,5 Punkte wert war, dann halte ich eine 7,5 hier für angemessen. (ROCK HARD 7,5 / 10)


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