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Iron Maiden - Virtual XI




Release Info: 1998 - EMI - Full Length
Band Info: England - 1975 - Heavy Metal
Bewertung: 8


Songs:

1. Futureal
2. The Angel And The Gambler
3. Lightning Strikes Twice
4. The Clansman
5. When To Worlds Collide
6. The Educated Fool
7. Don't Look To The Eyes Of A Stranger
8. Como Estais Amigo

An "Virtual XI" werden sich ebenso wie an "The X Factor" die Geister scheiden - auch wenn der neue MAIDEN-Longplayer viel eingängiger und weniger langatmig als der Vorgänger ausgefallen ist. Aber die grundsätzliche Linie wurde natürlich beibehalten, so daß man getrost behaupten kann: Wer mit "The X Factor" seine Probleme hatte, der wird mit "Virtual XI" auch nicht glücklich. Wer sich allerdings damit abgefunden hat, daß Blaze Bayley zwar nie ein gleichwertiger Bruce Dickinson-Ersatz sein wird, aber alles Menschenmögliche tut, um MAIDEN wieder als Einheit erscheinen zu lassen (was ihm ja vor allem auf der Bühne hundertprozentig gelingt), der wird auf "Virtual XI" einige nette Überraschungen entdecken: Der Opener 'Futureal' beispielsweise erinnert viel stärker an alte MAIDEN-Classics wie 'Sanctuary' oder 'Wrathchild' als an unspektakuläre Liedchen wie 'Holy Smoke' oder 'From Here To Eternity' aus der schwachen Dickinson-Endphase. Gleiches gilt für die erste Singleauskopplung 'The Angel And The Gambler', die für meinen Geschmack alle MAIDEN-Singles seit 'The Evil That Men Do' übertrifft und mit ihrer Hammond-Orgel zudem auch noch originell ist . Und sonst? 'The Clansman' erinnert etwas an 'Fear Of The Dark', 'Lightning Strikes Twice' ist ein atmosphärischer Rocker à la 'Afraid To Shoot Strangers'/'Blood On The World's Hands', mit 'Como Estais Amigos' haben sich MAIDEN nach längerer Zeit mal wieder (erfolgreich) an eine Ballade herangewagt, und 'When Two Worlds Collide' ist ein typischer Bonanza-Galoppel-Banger. Bleiben noch 'Don't Look To The Eyes Of A Stranger' und 'The Educated Fool' (schwächster Song des Albums), zwei aufwendiger arrangierte Nummern mit vielen Stimmungswechseln und Breaks. Was unterm Strich bleibt, ist ein grundsolides Album mit einigen echten Highlights, das zwar (natürlich) nicht an die großen Klassiker zwischen "Iron Maiden" und "Seventh Son Of A Seventh Son" heranreicht, aber zu Recht unter "10 x Dynamit" gelandet ist. (ROCK HARD 8,5 / 10)




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