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Judas Priest - Demolition




Release Info: 2001 - Steamhammer - Full Length
Band Info: England - 1969 - Heavy Metal
Bewertung: 6,5


Songs:

1. Machine Man
2. One On One
3. Hell Is Home
4. Jekyll And Hyde
5. Close To You
6. Devil Digger
7. Bloodsuckers
8. In Between
9. Feed On Me
10. Subterfuge
11. Lost And Found
12. Cyberface
13. Metal Messiah

Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum: Auch wenn „Demolition" mangels Konkurrenz auf den „Dynamit"-Seiten gelandet ist und unter diesem Review eine 7,5 (gleich „gut") steht, kommt man als PRIEST-Fan nicht umhin, von einer Enttäuschung zu sprechen. Dies sage ich nach mindestens zwanzigmaligem Abspielen der Scheibe - in der verzweifelten Hoffnung, dass sie irgendwann doch noch richtig zündet und zumindest „Jugulator"-Niveau erreicht. Aber mein Eindruck bleibt leider der gleiche wie beim ersten Durchlauf...

Während auf „Jugulator" immerhin die Hälfte der Songs (allen voran ´Bullet Train´, ´Death Row´ und ´Cathedral Spires´) begeistern konnte, kristallisieren sich auf „Demolition" kaum echte Überflieger heraus. Zwar gibt es mit dem eingängigsten Song des Albums, ´Subterfuge´, dem Uptempo-Opener ´Machine Man´ (beide bereits vorab als CD-Single ausgekoppelt), dem Midtempo-Banger ´One On One´, den beiden Groovern ´Hell Is Home´ und ´Feed On Me´, der an ´Before The Dawn´ („Killing Machine") erinnernden Ballade ´Lost And Found´ und dem energischen ´Bloodsucker´ (beste Gesangsleistung von Ripper Owens) diverse Highlights, die die Note unter dieser Kritik rechtfertigen - aber für Gänsehaut und Begeisterungsstürme sorgen auch diese Nummern nicht. JUDAS PRIEST haben erneut den Fehler gemacht, ihre Songs in ein zwanghaft modernes Soundgewand (inklusive New Metal-Gitarrenquietschereien) zu zwängen und im Ansatz erstklassige Stücke wie ´Metal Messiah´ (geiler Chorus!) durch völlig unpassende Rap-Metal-Einschübe zu kastrieren. Außerdem werde ich den Eindruck nicht los, dass man Ripper Owens bewusst an die lange Leine gelegt und so verhindert hat, dass er seine gesanglichen Qualitäten voll ausspielen kann. Anders ist die Tatsache meiner Ansicht nach nicht zu erklären, dass er weder am Songwriting beteiligt war (also auch keine zwingenderen Gesangsmelodien beisteuern konnte) noch seine phantastische Kopfstimme vernünftig einsetzt. Der Mann ist zweifellos zu viel mehr in der Lage, als er hier zeigen darf!

Hätten PRIEST ein traditionelles Metal-Album mit einer klassischen, zeitlosen Produktion abgeliefert, hätte sie die gesamte Szene - selbst bei etwas schwächeren Songs - abgefeiert. So aber werden sich an „Demolition" die Geister noch mehr scheiden als seinerzeit an „Jugulator"... (ROCK HARD 7,5 / 10)





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