Bewertung: 7
2. Millenium
3. King's Eyes
4. Expedition
5. Where I Reign
6. Rhydin
7. Parting Visions
8. Once A Dream
9. Irea
10. Siege
Nach zwei qualitativ sehr guten, aber kommerziell eher unterbewerteten Alben hat es einige gravierende Veränderungen bei dem US-Quintett gegeben. So verließen mit Drummer Richard Warner und Sänger Midnight, äh, Mark Vanderbilt zwei Gründungsmitglieder die Combo. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Bands kehrte der Rest der Truppe das Jetzt-erst-recht-Feeling raus, vor allem weil auch schon ein Großteil des Songmaterials für das dritte Werk bereits im Pre-Production-Stadium war. Mit dem neuen Drummer Casey Grillo und Ex-Conception-Röhre Roy S. Khan fand man denn auch geeignete Leute, und KAMELOT konnten zu ihrem dritten Schlag ausholen. Musikalisch hat die Band ihre Linie beibehalten: melodischer Hardrock mit Power Metal-Einflüssen. Doch zwangsläufig besitzt "Siége Perilous" ein anderes Erscheinungsbild als seine Vorläufer. Verbunden mit einem gravierenden Stilwechsel durch den neuen Frontmann Khan, wirkt der dritte Silberling der Amis kompakter und flüssiger. Bis auf den Doublebass-Hammer 'Millenium' bewegt sich das Songmaterial im gediegenen Midtempo-Bereich, doch KAMELOT sind viel zu begnadet, um ins Mittelmaß abzustürzen. Da sitzt jeder Ton, und jedes Arrangement ist ein kleines Kunstwerk für sich. "Siége Perilous" hat die seltene Gabe, über keinen noch so kleinen Aussetzer zu stolpern, sondern den Zuhörer 45 Minuten lang in eine neue, eigenständige Welt zu entführen. 'Once A Dream', 'Where I Reign' oder 'King's Eyes' sind dabei drei Beispiele für perfektes Songwriting und eine ebenso phantastische Umsetzung. Das ist Melodic Metal vom Feinsten. Mit diesem Meisterwerk sollte KAMELOT eigentlich der endgültige Durchbruch gelingen. Believe it or not! (ROCK HARD 9 / 10)


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