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Kiss - Monster




Release Info: 2012 - Universal - Full Length
Band Info: USA - 1973 - Hard Rock
Bewertung: 8


Songs:

1. Hell Or Hallelujah
2. Wall Of Sound
3. Freak
4. Back To The Stone Age
5. Shout Mercy
6. Long Way Down
7. Eat Your Heart Out
8. The Devil Is Me
9. Outta This World
10. All For The Love Rock & Roll
11. Take Me Down Below
12. Last Chance

Wenn Gene Simmons im Interview behauptet, dass KISS sich auf ihre Wurzeln, sprich die musikalischen Einflüsse aus grauen Anfangstagen besonnen haben, dann steigert der „God of Thunder" die Erwartungshaltung seiner Fans (vermutlich bewusst) ins Unermessliche. Und eine Aussage wie „Diesmal gibt es kein Symphonieorchester, keine Kinderchöre, Produzenten oder Gast-Songwriter. Wir haben uns komplett auf uns selbst fokussiert" gießt da natürlich zusätzliches Öl ins Feuer. Sollte es also tatsächlich zurück zu den Ursprüngen, zurück zum Sound solcher Meilensteine wie dem soeben in aufgepimpter Form wiederveröffentlichten „Destroyer" oder „Rock And Roll Over" und „Love Gun" gehen? Gelten die Mitt- bis Spätsiebziger-Veröffentlichungen des Quartetts doch gemeinhin als die am hellsten strahlenden Juwelen im an Highlights nicht gerade armen KISS-Kanon.

Nach vier, fünf Durchläufen (danach wurde der bereitgestellte Stream wieder gesperrt) kann man der Band jedenfalls attestieren, mit „Monster" eine Menge richtig gemacht zu haben. ´Hell Or Hallelujah´, die erste Singleauskoppelung, gibt gleich die Richtung vor, eröffnet das 20. Studioalbum der Bandkarriere nicht nur angemessen flott, sondern ist ganz nebenbei ein Lehrstück in Sachen packender Stadionrock, ehe mit ´Wall Of Sound´ ein typischer, aber eher vorhersehbarer Simmons-Groover folgt. Was bei beiden Nummern auffällt und sich auch im Folgenden wie ein roter Faden durch das Material zieht, sind diverse erstklassige Gitarrensoli, für die Tommy Thayer, der für zehn (!) Stücke Songwriting-Credits erhält, verantwortlich zeichnet. Da ist es nur fair, dass Tommy-Boy mit der von ihm gesungenen Spaceman-Hommage ´Outta This World´ besonderen Raum bekommt und klarmacht, dass er sich längst zu einem würdigen Nachlassverwalter Ace Frehleys gemausert hat. Bei ´All For The Love Of Rock & Roll´ stellt Eric Singer seine Gesangsqualitäten unter Beweis, ausgewiesene KISSologen wie Jan Jaedike spekulieren schon jetzt, welchen Titel der Schlagzeuger nach ´All For The Glory´ auf dem Albumvorgänger „Sonic Boom" seinem nächsten Beitrag verpassen wird. Sollte die Phrase „All For The..." tatsächlich zum Trademark des Catman geraten?

Aber zurück von den KISS-Trivia zu den Fakten: ´Take Me Down Below´, bei dem die Herren Stanley und Simmons gewohnt detailliert über ihre Sex-Erlebnisse fabulieren, ragt aus dem Album ebenso heraus wie der cool-ironische Brecher ´Back To The Stone Age´, der mit dem humorigen Refrain „I´m going back to the stone age, back where I belong, where I come from. Bye, bye, so long" punktet. Und sonst? Ob Tracks wie ´Shout Mercy´, ´Eat Your Heart Out´ und der Rest des Albums das Zeug zum Klassiker haben, müssen KISS-Fans selbst beurteilen. Besser als der alles andere als schwache Vorgänger „Sonic Boom" ist „Monster" aber allemal. Und damit war nicht unbedingt zu rechnen. (ROCK HARD 8,5 / 10)



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