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Little Angels - Jam


Release Info: 1992 - Polydor - Full Length
Band Info: England - 1984 - Hard Rock
Bewertung: 7


Songs:

1. The Way That I Live
2. Too Much Too Long
3. Splendid Isolation
4. Sopabox
5. S.F.W.
6. Don't Confuse Sex With Love
7. Womankind
8. Eyes Wide Open
9. The Colour Of Love
10. I Was Not Wrong
11. Sail Away
12. Tired Of Waiting For You (So Tired)
13. S.T.W. (Reprise)

Kein Wunder, daß Kapazitäten wie Maiden-Basser Steve Harris auf die LITTLE ANGELS stehen. Die Boys von der Insel haben nicht nur mit ihren bemerkenswerten ersten beiden Alben für viel Aufsehen gesorgt und sich als einer der wenigen Briten-Newcomeracts der letzten Jahre etablieren können, sondern beweisen mit Scheibe Nummer drei, dass sie ihr Pulver noch lange nicht verschossen haben. Ähnlich wie die Senkrechtstarter von Def Leppard Anfang der Achtziger, schöpfen die Engelchen aus ihrem ureigenen kreativen Fundus, können es sich als eine der wenigen Bands dieser Tage voll und ganz schenken, auf dem Brett der gängigen Trends mitzureiten. Der Mut zur Eigenständigkeit macht's möglich. Klingt zwar seltsam, wenn man bedenkt, daß die Band nach wie vor mit Mainstream-Hooklines und -Dynamiken arbeitet. Aber genau das ist die Kunst: Eingängige Melodielinien mit einer unmißverständlich persönlichen Gravur zu versehen, ohne sich in abgedrehtem Geschwurbel zu verlieren. Verpackt sind die elf neuen Nummern (salatknackigfrische Produktion versteht sich von selbst) neben geschickt eingesetzten Bläserattacken ('Way That I Live', 'Don't Confuse Sex With Love') wie üblich in die erstklassige Tastenarbeit. Der Keyboarder der Angels versteht es wie kein Zweiter, einen stilistischen Bogen zwischen so unterschiedlichen Vorbildern wie Jon Lord und Julian Holland zu spannen. Neben dem Hammond-Megadröhnföhn des Altmeisters ('So Tired') hat nämlich auch das avantgardewavige Plätschergeklimper des legendären Squeeze-Pianisten seine Spuren in den Sound der Jungs gegraben (squeeziger als bei 'Splendid Isolation' geht's kaum noch). Kleines Manko am Rande: Die Songs der zweiten Seite (sieben) erreichen nicht ganz das Niveau der ersten Hälfte (neun Punkte). Dennoch sollten alle, die stilistisch zwischen Purple und Meat Loaf zu Hause sind, den LITTLE ANGELS mal ein Ohr leihen. Und wer die ersten beiden Scheibchen schätzt, kann ohnehin nichts falsch machen. (ROCK HARD 8 / 10)



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