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Midnight Sun - Nemesis




Release Info: 2000 - Point - Full Length
Band Info: Schweden - 1996 - Power Metal
Bewertung: 7,5 


Songs:

1. Nemesis
2. You And I
3. Mortal Man
4. Resurrection
5. King Of Broken Hearts
6. Conqueror
7. Watch Out
8. Dreams
9. I Don't Know
10. Conceal
11. Living On The Edge
12. Ave Maria
13. Seven Doors Hotel
14. Innocent

Es mag an den extrem wimpigen Soloausflügen von Sänger Pete Sandberg liegen, dass viele diesen vollmundigen Schwedenhappen fälschlicherweise für eine AOR-Band halten. Dabei sind MIDNIGHT SUN, wie auch dieses dritte Album wieder einmal unterstreicht, allenfalls teilweise plüschfixiert. Kapitale, mehrheitsfähige Refrains wie der von 'Resurrection' lassen darauf schließen, dass Pete und sein etatmäßiger Writing-Partner, Basser/Keyboarder Reingold in der Vergangenheit auch schon mal Langrillen von Prophet gehört haben müssen. In der Hauptsache orientieren sich die Skandinavier allerdings eher an Klassik- und Rainbow-inspiriertem Kraftfutter der Malmsteen- und Riot-Schule als an Weicheiern, die aus dem Stand die Lyrix sämtlicher Journey-Balladen rezitieren können. Da passt es dann auch ins Bild, dass MIDNIGHT SUN zwar ihre Landsmänner Europe covern, aber mit 'Seven Doors Hotel' einen Classic aus harten Debüttagen aufmotzen und nicht etwa einen kommerziellen Schmachtfetzen wie 'Carrie'. Der Praxistest spricht jedenfalls für MIDNIGHT SUN: Als ich letzte Woche einem guten Bekannten, Fan der letzten Riot-Scheiben und nachweislich kein Freund übertriebener Catchiness, Uptempoklopfer wie 'You And I' und 'I Don't Know' vorspielte, notierte der sich "Nemesis" umgehend auf dem Einkaufszettel. (ROCK HARD 8 / 10)




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