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Moonspell - Darkness And Hope



Release Info: 2001 - Century Media - Full Length
Band Info: Portugal - 1992 - Gothic Metal
Bewertung: 7,5                   


Songs:

1. Darkness And Hope
2. Firewalking
3. Nocturna
4. Heartshaped Abyss
5. Devilred
6. Ghostsong
7. Rapaces
8. Made Of Storm
9. How We Became Fire
10. Than The Serpants In My Hands
11. Os Senhores Da Guerra

Nachdem Portugals Dunkelmänner die Hörerschaft via „Sin/Pecado" (1998) und „The Butterfly Effect" (1999) an ihrer Experimentierfreude und Elektronik-Jonglierlust teilhaben ließen, liefern sie in diesem Spätsommer wieder eine saitenfocussiertere Geisterbahnfahrt. Smells like „Irreligious"? Ein Werk frei nach Paulchen Panthers „heute ist nicht alle Tage, ich komm´ wieder, keine Frage" ist es nicht. Eine Scheibe wie das ´96er „Irreligious" wird kein zweites Mal angeflogen kommen. Das ist auch gut so!

Tatsache ist dennoch, dass der smarte Düsterclan mit Geschick den Faden von dereinst aufgegriffen und weitergesponnen hat. MOONSPELLs Habitus bekam eine Frischzellenkur, und es darf wieder richtig schönes Gruselbanging betrieben werden. Die mal rockig, mal metallisch getränkten Finstergitarren nehmen einen unweigerlich in Beschlag. Immerhin sind die Riffs opulent und mitreißend in Szene gesetzt worden. Auch in puncto Melodien zeigt sich die Band in erfreulicher Topform. Die Keyboards glitzern und schmeicheln sich ein, als hätten sie die Mission einer Schwiegertochter in spe, die sich von ihrer Schokoladenseite zeigt, um die Eltern des Liebsten um den Finger zu wickeln.

Natürlich fehlt dem von Hiili Hiilesma (HIM, Sentenced, Apocalyptica) produzierten Gothmenü nicht das, was man mit MOONSPELL verbindet: großes Emotionsfeuerwerk zwischen Zähnefletsch-Parts und Schwermütigkeit, Pathos und Fernandos sonoren dunklen Vocals, die in den aggressiveren Momenten auch hin und wieder mal Growl-artig ausfallen. Die Südländer-Vampire liefern zwar nichts bahnbrechend Neues, überraschen aber dadurch positiv, dass sie sich wieder auf ihre Stärken konzentriert und auf dieser Basis ein atmosphärisch dichtes Adrenalin-Ding aus dem Boden gestampft haben (inklusive Hitanwärtern wie ´Firewalking´ oder ´Nocturna´). Das hat Biss. Alles paletti im Universum des Schaurig-Schönen. (ROCK HARD 8 / 10)





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