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Mötley Crüe - Girls, Girls, Girls




Release Info: 1987 - Elektra - Full Length
Band Info: USA - 1981 - Hard Rock
Bewertung: 9


Songs:

1. Wild Side
2. Girls, Girls, Girls
3. Dancing On The Glass
4. Bad Boy Boogie
5. Nona
6. Five Years Dead
7. All In The Name Of...
8. Sumthin' For Nuthin'
9. You're All I Need
10. Jailhouse Rock

Wie man vielen Kritiken von "Girls, Girls, Girls" entnehmen kann, haben wir es hier mit zwei bärenstarken Songs ("Wild Side", Titelsong) und durchschnittlichem Füllmaterial zu tun...Dem wage ich zu widersprechen! Die beiden o.g. Songs sind zweifellos grandios und vor allem aufgrund ihres Airplays zur damaligen und auch heutigen Zeit jedem bekannnt, der auch nur im entfernten Sinne etwas mit Rockmusik zu tun hat.Nun frage ich mich allerdings, wie man die übrigen Songs als "minderdurchschnittlich" oder gar "Füllmaterial" bezeichnen kann...Im Grunde genommen zählt "Girls, Girls, Girls" zusammen mit "Shout at The Devil" und "Too Fast For Love" zu den 3 Veröffentlichungen von der Crüe, die wie aus einem Guss klingen! Auf dem regulären Album befinden sich 10 Songs, darunter ein 1:27 minütiges Interlude, welches Nikki Sixx` verstorbener Grandma gewidmet ist, sowie das Live-Cover "Jailhouse Rock". Das macht unterm Strich 8 "richtige" Songs. Und diese haben es in sich! "Bad Boy Boogie", "5 Years Dead" und "Sumthin For Nothin" fahren allesamt den Groove vom Titelsong weiter und verfügen über einen außergewöhnlich guten Drive. Für Cowbell-Fetischisten sei übrigens erwähnt: die spielt Tommy hier en masse... Doch der eigentliche Übersong ist hier neben "Wild Side" mit Sicherheit "Dancing On Glass". Was für ein geniales Mainriff; was für eine geniale Hookline: "Ive been through hell and im never goin back to dancing on glass"! Einem Text aus Sixx` makabren Abstieg in den Drogensumpf... "All In The Name Of..." ist ein schneller Arschtritt mit Ohrwurmcharakter, welcher im letzten Drittel noch einmal für ordentlich Abwechslung sorgt und mit "Your All I Need" haben wir dann einen passend balladesken Rausschmeißer vorliegen. Aber nicht auf den ersten Blick als Weichspüler wahrnehmen bitte! Hier wird lyrisch mit der Beziehung abgeschlossen, indem man sie mit der Tötung des Partners beendet, da dieser die Liebe, die man gibt, nicht erwidert. Eigentlich ist das ja schon wieder ganz typisch für die skandalträchtigste Rockband auf dieser Erde... Verstehen kann man eigentlich nur eines nicht: Der Vorgänger "Theatre Of Pain" schwächt gegen die übrigen 80er Crüe-Veröffentlichungen ab, wie kann Nikki Sixx jedoch in seinem damaligen Zustand so ein starkes Album wie das hier vorliegende schreiben? Höchstwahrscheinlich hatte er zu der Zeit nicht mehr als diese 9 Songs geschrieben, denn die Live-Version von "Jailhouse Rock" war ja der Deckel, um den Topf zu schließen = sprich das Album vollzukriegen... Aber was hinterfrage ich hier eigentlich? Wenn man auf Glamrock steht, führt an diesem Album kein Weg vorbei! "Girls, Girls, Girls" ist gewiss das Crüe-Album mit dem größten Glam-Feeling! Einziges Manko ist hier die kurze Spielzeit! BASTA (AMAZON)





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