1. Power To The Music
2. Uncle Jack
3. Hooligan's Holiday
4. Misunderstood
5. Loveshine
6. Poison Apples
7. Hammered
8. Til Death Do Us Part
9. Welcome To The Numb
10. Smoke The Sky
11. Droppin Like Flies
12. Driftaway
Für mich die Überraschung des Monats! Wer hätte gedacht, daß ausgerechnet MÖTLEY CRÜE - eine Truppe, bei der nach 'Too Fast For Love' ('81) und 'Shout At The Devil' ('83) immer mehr das skandalträchtige Image in den Vordergrund und die Musik in den Hintergrund gerückt war - ein solch authentisches, bodenständiges Album abliefern würden? 'Schuld' daran ist in erster Linie Sänger John Corabi, der bekanntermaßen Frontposer Vince Neil ersetzte und zudem als Gitarrist ganze Arbeit geleistet hat. Stilistisch erinnern MÖTLEY CRÜE auf diesem Album streckenweise an Aerosmith (bestes Beispiel: 'Welcome To The Numb'), was wiederum hauptsächlich an Corabi liegt, dessen kehliges Organ wie eine Kreuzung aus Brad Sinsel (T.K.O., War Babies) und Steven Tyler klingt. Allerdings gehen MÖTLEY CRÜE trotz unüberhörbarer Parallelen wesentlich härter zur Sache als Aerosmith und überraschen mit Krachern wie 'Smoke In The Sky' oder 'Hammered', die ich den Jungs nicht zugetraut hätte. Die beste Nummer des von Bob Rock meisterhaft produzierten Albums ist aber die erste Singleauskopplung 'Hooligan's Holidays', ein Ohrwurm erster Güte, der beweist, daß man MÖTLEY CRÜE nicht länger als typische Vertreter der LA-Glamkasper-Szene abtun kann. Sehr gut! (ROCK HARD 8,5 / 10)


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