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Motörhead - The Wörld Is Yours




Release Info: 2010 - UDR - Full Length
Band Info: England - 1975 - Heavy Metal
Bewertung: 7,5                 


Songs:

1. Born To Lose
2. I Know How To Die
3. Get Back In My Head
4. Devils In My Hand
5. Rock 'n' Roll Music
6. Waiting For The Snake
7. Brotherhood Of Man
8. Outlaw
9. I Know What You Needed
10. Bye Bye Bitch Bye Bye

Jahrzehntelang hat sich Lemmy eigentlich kaum verändert und sah einfach nur aus, wie er eben aussieht. Doch in den letzten zwei, drei Jahren musste selbst er seinem Alter und Lifestyle Tribut zollen: Die Haare werden langsam schütter, und das ein oder andere Mal scheint der Alkohol ihm mehr als bislang zuzusetzen – ich denke da beispielsweise an die gelallten Ansagen auf dem Arrow-Rock-Festival 2008. Zudem machte im Vorfeld dieses Albums die Nachricht die Runde, dass Phil Campbells Vater im Sterben liegt, weswegen der Gitarrist nicht ins Studio nach Los Angeles kommen konnte und seine Parts in Wales aufgenommen hat. Kurzum: Die Vorzeichen waren nicht gerade die besten, und nicht nur ich habe mich gefragt, ob es mit MOTÖRHEAD nun bergab geht. Doch das Trio verpasst mir und allen anderen Ungläubigen mit „The Wörld Is Yours" einen Arschtritt, der sich gewaschen hat! Von Alterserscheinungen keine Spur – die Herren gehen unter der erneuten Produktionsleitung von Cameron Webb mit ungestümer Energie wie in ihren besten Zeiten zur Sache und klingen dabei so homogen, dass ich die Entstehungsgeschichte der getrennten Aufnahmen kaum glauben kann. Neben jeder Menge räudig dröhnendem und mächtig nach vorne rockendem, also durch und durch typischem MOTÖRHEAD-Stoff wie dem straight riffenden Opener ´Born To Lose´, dem unwiderstehlich treibenden ´I Know How To Die´ oder dem verdammt eingängigen ´Devils In My Head´ finden sich vor allem mit den kommenden Klassikern ´Get Back In Line´ und ´Bye Bye Bitch Bye Bye´ auch Rock´n´Roll-Nummern der ganz alten Schule, mit denen Lemmy seinen eigenen Helden Tribut zollt. Gerade bei diesen beiden Texten kommt sein trockener Humor bestens zur Geltung, wogegen ´Rock´n´Roll Music´ ungewohnt pathetisch ausfällt. Für weitere Abwechslung sorgen das extrem düstere ´Brotherhood Of Man´ sowie ´Waiting For The Snake´, dessen ungewohnt modernes Eingangsriff auch von Soundgarden stammen könnte. Eine Ballade gibt es dagegen nicht – wahrscheinlich damit zwischenzeitlich zweifelnde Arschlöcher wie ich nicht wieder behaupten, Lemmy würde alt.(ROCK HARD 8 / 10)







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