Bewertung: 8
1. Calling From Hell
2. Eternal Flame
3. Lord Of Pain
4. Sign Of The Cross
5. Night Of The Storm
6. The Traveller
7. In Your Sins
8. Forgotten Soul
9. When Demons Return
10. Regressus = Lost In Time
11. Mystic Prophecy
12. The Land Of The Dead
So definiert man Power Metal! Kraftstrotzende Riffs, die sich sofort und für eine verdammt lange Zeit in der Schädeldecke festfräsen. Nachvollziehbare, mitreißende Leads mit technischer Finesse. Ein Frontmann mit einer großartigen eigenständigen Röhre, einer angenehmen Rauheit, keiner Angst vor Höhen und einem Gespür für Melodielinien, die eine hypnotische Eingängigkeit abseits von Kitsch und Tralala versprühen. Dazu kommt eine fette Rhythmus-Abteilung, die für den nötigen Rumms hinter dem Ganzen sorgt. MYSTIC PROPHECY sind der lang ersehnte Genickschuss für das südländische und skandinavische Weich-Metall. Wem bei den gigantischen Hooks von ´Eternal Flame´, ´Calling From Hell´ oder ´Mystic Prophecy´ nicht die Gänsehaut den Rücken bis zur Arschritze runterläuft, der denkt bestimmt auch, Joacim Cans sei ein begnadeter Sänger. Und wer es tatsächlich schaffen sollte, Jahrhundert-Riffs wie in ´The Land Of The Dead´ oder ´Forgotten Soul´ an sich vorbeischreddern zu lassen, ist schlicht taub, vollkommen ahnungslos oder soll weiter Rhapsody hören. Die knackigen Mid- bis Uptempo-Hits sind zudem durch eine rohe, aber massive Produktion veredelt. Dass hinter diesem Brett keine völlig unbedarften Szene-Küken stehen, ist klar. MYSTIC PROPHECY sind R.D. Liapakis (v., Valley´s Eve), Dennis Ekdahl (dr., Raise Hell), Martin Albrecht (b., Valley´s Eve) und Mega-Gitarrero Gus G. (Dream Evil, Nightrage, Firewind). Vergesst jeglichen Allstar-Projekt-Quatsch. Der multinationale Haufen ist eine richtige Band. Und gegen das, was die Kerle hier abliefern, kann kaum ein aktueller Output so genannter großer Namen anstinken. Wenn "Regressus" nicht locker sämtliche Echt-Metaller in den Wahnsinn treibt, läuft in dieser Szene etwas verdammt falsch! (ROCK HARD 9,5 / 10)


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