1. Taikatalvi
2. Storytime
3. Ghost River
4. Slow, Love, Slow
5. I Want My Tears Back
6. Scaretale
7. Arabesque
8. Turn Loose The Mermaids
9. Rest Calm
10. The Crow, The Owl And The Dove
11. Last Ride Of The Day
12. Song Of Myself
13. Imaginaerum
Sollte irgendjemand noch Zweifel daran gehabt haben, dass NIGHTWISH-Bandkopf Tuomas Holopainen in der Lage ist, einen erstklassigen Film-Soundtrack zu komponieren, wird er mit dieser Platte eines Besseren belehrt. Denn im Prinzip istImaginaerum nichts anderes als ein Soundtrack. Ein ziemlich guter allerdings. Holopainen hat wirklich auch das hinterletzte Detail durchdacht und formvollendet zurechtgefeilt. Jeder Streichersatz, jeder Chor, jeder Klangeffekt sitzt an der exakt richtigen Stelle. Wie auch immer der dazugehörige Film ausfallen wird, ich bin mir sicher, die Musik wird die entsprechende Atmosphäre perfekt unterstreichen und Imaginaerum als großartiges Gesamtkunstwerk präsentieren. Und doch wage ich es, Kritik zu äußern. Was mir bei aller Schönheit dieser Scheibe fehlt, ist ein bisschen Schmutz unter den Fingernägeln. Imaginaerum ist wundervolles Ohrenkino mit wenig Attitüde. Viel zu selten übernimmt für meinen Geschmack Emppus Gitarre das Kommando, zu oft muss sie sich dem Bombast unterordnen. NIGHTWISH sind schließlich eine Metalband. Oder sie waren es mal. Andererseits: Eine Nummer wie das jazzige, mit superbem Lounge-Flair ausgestattete ´Slow, Love, Slow´ ist famos, wohingegen die beiden Single-Kandidaten ´Storytime´ und ´I Want My Tears Back´ wie Fremdkörper wirken. Sie sind halt da, weil man solche eher einfach arrangierten Ohrwurm-Kandidaten von NIGHTWISH schlichtweg erwartet. Aber die Qualität früherer Singles der Finnen haben sie bei weitem nicht. (ROCK HARD 8 / 10)


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