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Paradise Lost - Faith Divides Us , Death Unites Us




Release Info: 2010 - Century Media - Full Length
Band Info: England - 1987 - Gothic Metal
Bewertung: 7,5


Songs:

1. As Horizon End
2. I Remain
3. First Light
4. Frailty
5. Faith Divides Us - Death Unites Us
6. The Rise Of Denial
7. Living With Scars
8. Last Regret
9. Universal Dream
10. In Truth

Das letzte Album In Requiem war schon ein beeindruckendes Comeback einer klassischen Rock-Hard-Band, die ihr erstes Titelblatt 1993 kassierte, sechs Jahre später bei EMI mit Host ein hochumstrittenes Album ablieferte und danach ein paar Jahre auf einem passablen Level herumdümpelte, ohne vollends zu überzeugen. Auf Faith Divides Us... hingegen glänzt eines der besten Songwriting-Duos der Metalszene wiederum mit konzentrierter, ausgefeilter Arbeit, wie man sie auf den klassischen Alben der Band (Icon, Draconian Times) findet - nur mit dem Unterschied, dass PARADISE LOST heute wesentlich abgebrühter agieren.
Der Sound der Platte ist Weltklasse, die Band spielt auf den Punkt wie keine andere, und in den Doom-Passagen drückt es herrlich dynamisch aus den Boxen. Dabei wirken die Zitate der eigenen Vergangenheit äußerst erfrischend. Vor allem Nick Holmes liefert zwischen flüsterndem Gothic-Prediger und beeindruckenden Melodien auch vereinzelte Death-Metal-Passagen ab, die Faith Divides Us... ungeheuer abwechslungsreich und spannend erscheinen lassen.
Im beeindruckenden ´First Light´, einem atmosphärisch dichten und glaubwürdigen Song über den Weg zum Henker (oder modern interpretiert: zu einem wegweisenden Termin), finden sogar alle Stile zusammen. Überhaupt glänzt das Album durch tolle Details und Einfälle: unvorhergesehene Tempowechsel, ausgefeilte Breaks, Intros sowie subtile Hintergrund-Sounds. Ansonsten: Riffs, Riffs, Riffs. Hier sind offensichtlich Profis am Werk, die ihre Mission verdammt ernst nehmen. ´As Horizons End´, ´I Remain´, ´Frailty´, aber auch der Extrem-Doom von ´Last Regret´ sind frische Highlights im PARADISE LOST-Katalog. Die tief gestimmten Gitarren lassen größtenteils pures Metall sprechen - rein stilistisch und aufnahmetechnisch ist das Album also gradliniger und homogener als der Vorgänger. Mir persönlich fehlt allerdings ein griffiger Hit, um Faith Divides Us... über die Neun-Punkte-Hürde zu hieven. Trotzdem ein sehr starkes Album, das man als Düster-Metaller haben muss. (ROCK HARD 8 / 10)



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