1. Funny Words
2. Light Of Day
3. Change
4. Yesterdays
5. Two Hours
6. Something I Said
7. Only The Good
8. 20th Century Boy
9. Queen Bee
10. Stretch The Truth
11. New Control
12. Freakshow
Eins vorweg: Wer der Band nach diesem exquisiten Silberling die Freundschaft kündigt, sollte bedenken, daß Andi Deris gerade mal 20 Prozent der Band ausmachte. (Und wer war der fünfte Mann? Hast du dich wieder mal selbst mitgezählt? Schäfchen, Schäfchen... - Red.) Und daß der eigentliche 'Change' - wenn auch eher unaufdringlich und im Verborgenen - bereits auf 'Games People Play' stattfand. Denn da konnte Gitarrist Alfred Koffler erstmals mit satten und schrägen Riffs überzeugen, die auf den ersten beiden Scheiben noch wie musikalische Fremdkörper gewirkt hätten. Nun gibt's also mit neuem Sänger - dem Briten David Readman - die radikale Tour. Mit der Brechstange sozusagen und getreu dem Motto: Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Am Songmaterial gibt es sowieso nichts auszusetzen. Spielt man die CD Uneingeweihten vor, würden die wahrscheinlich auf einen US-Newcomer tippen, der total geil klingt und an Soundgarden und Konsorten erinnert. Obwohl Alfreds Gitarre nach wie vor herausgehört werden kann. Auch wenn für viele die Namensänderung der einzig gangbare Kompromiß gewesen wäre: Der zugegebenermaßen etwas fade Beigeschmack der Assoziation mit locker-flockigem Mainstream dürfte nach zwei weiteren Alben verschwunden sein. Schließlich trauert heute kaum jemand den ersten Pantera-Alben nach. Stattdessen ergötzen sich alle an den Werken der mit 'Cowboys From Hell' eingeläuteten neuen Zeitrechnung. Von daher sollte man den Pinkies auch eine zweite Chance geben. Die musikalische Veränderung steht den Jungs nämlich ganz gut und beschert Germoney aus dem Stand einen der interessantesten, ähem, Alternative-Acts. (ROCK HARD 8,5 / 10)


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