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Rage - Unity




Release Info: 2002 - Steamhammer - Full Length
Band Info: Deutschland - 1986 - Heavy Metal
Bewertung: 8,5


Songs:

1. All I Want
2. Insanity
3. Down
4. Set This World On Fire
5. Dies Irae
6. World Of Pain
7. Shadows
8. Living My Dream
9. Seaven Deadly Sins
10. You Want It, You'll Get It
11. Unity

Wenn man auf eine derart umfangreiche Discographie (u.a. zwölf Studioalben) wie RAGE verweisen kann, gehen Meinungen über das beste Werk naturgemäß arg auseinander. So favorisierte ich bis dato den eher düsteren „Black In Mind"-Longplayer aus dem Jahre ´95, während andere Fans des Trios auf das Frühwerk „Perfect Man", „End Of All Days" oder gar „XIII" schwören. Wie das 13. Langeisen von der RAGE-Gemeinde aufgenommen wird, bleibt abzuwarten. Immerhin büßte die Kapelle durch den Rauswurf von Efthi, Spiros und Sven ´99 auf der Beliebtheitsskala einige Plätze ein. Das Zeug zum Klassiker hat die neue RAGE für meinen Geschmack aber allemal. „Unity" donnert nach dem Soundfiasko von „Welcome To The Other Side" dank der kompetenten Regie von Spitzenproduzent Charly Bauerfeind (u.a. Blind Guardian) erfreulich unverbraucht, transparent und vor allem oberfett durch die Speaker. Aber auch in puncto Songwriting haben Peavy Wagner (v.), Victor Smolski (g.) und Mike Terrana (dr.) heuer voll ins Schwarze getroffen. Fanden sich auf besagtem Vorgänger noch zwei, drei Lückenfüller, so halten RAGE mit Tracks wie den treibenden, relativ gradlinigen ´Set This World On Fire´ und ´Seven Deadly Sins´, dem dezent groovenden Ohrwurm ´Living My Dream´, der mit Kirchenchorälen ausstaffierten Midtempo-Hymne ´Dies Irae´ oder dem gut siebenminütigen Fabel-Instrumental ´Unity´, bei dem der weißrussische Gitarrenheld zum Abschluss noch einmal richtig die Sau rauslässt, das Niveau vom ersten bis zum letzten Stück konstant hoch. Wobei sich Peavy, der formidabel singende Metaller von altem Schrot und Korn, Klassik-Freak Victor und Rock´n´Roll-Urgestein Mike derart gut ergänzen, dass man getrost von einer (fast) perfekten Synthese aus flottem Power- und virtuosem Prog-Metal reden kann. Oder anders formuliert: Mit Wagner als Herz, Smolski als Hirn und Terrana als Bauch der Combo sind RAGE endlich zu dem verschmolzen, was sie in der Vergangenheit leider häufig nicht waren - zu einer echten musikalischen Einheit, sprich: „Unity". (ROCK HARD 9 / 10)


Rage - Photo



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