1. Stranded
2. Can't Let You Go
3. Fool For The Night
4. Fire Dance
5. Anybody There
6. Desperate Heart
7. Street Of Dreams
8. Drinking With The Devil
9. Snowman
10. Make Your Move
Rainbow-Album vor der Deep Purple-Reunion. Wir schreiben das Jahr 1983. Ritchie Blackmore hatte seine Band durch allerlei Phasen geführt: die ersten Jahre, 1975-1978, mit Ronnie James Dio, in der wuchtige Meisterwerke von bleibender Gültigkeit entstanden: Rising und On Stage darunter; die kurze Zeit mit Graham Bonnet, in der man sich mehr in Richtung Kommerz aufmachte und schließlich die Jahre mit Joe Lynn Turner, einem amerikanischem Sänger, der stark zum Mainstream-Rock tendierte. Längst mit Roger Glover an Bord entstanden Platten, die Single-Hits abwarfen und auch für Freunde von Bands wie Foreigner, Survivor oder Journey zugänglich waren. An die ersten Meilensteine mit Dio erinnerte hier fast nichts mehr. Statt von Zauberei war plötzlich von gebrochenen Herzen die Rede und die Songs kamen kaum je noch über 5 Minuten. Wenig Dramatik, viel künstliches Drama, Turner konnte den Crooner geben und warf sich dabei in Pose. Der Erfolg war da, aber nie in dem von Blackmore erhofften Maße. Mehr war aus dem Regenbogen wohl nicht herauszuholen, obwohl man sich sogar die Hilfe von Hitschreiber Russ Ballard gesichert hatte. Das Angebot zur millionenschweren Purple-Reunion kam und Blackmore und Glover waren dabei. Vorher lieferten sie noch diese Platte ab, die durchaus einige schöne Momente zu bieten hat. Der Öffner STRANDED treibt gut voran, das Riff verwendete Ritchie dann für Purple's ANYA gleich nochmal. CAN'T LET YOU GO und STREET OF DREAMS (später bei Blackmore's Night revitalisiert) sind AOR vom feinsten, nur, dass man das vielleicht nicht gerade von diesem Mann hören will. Ganz gleich, seine Soli glänzen wie gewohnt und heben alles in die Höhe, was sonst im Mainstream-Sumpf versacken würde. Peinlicher Klischeerocker mit DRINKING WITHTHE DEVIL, ähnlich unterwegs der FOOL FOR THE NIGHT, geht aber ganz gut ab. Zwei schöne Instrumental-Nummern, die freilich etwas sülzig arrangiert sind, runden das Ganze ab. Für Blackmore-Fans eh ein Muss, für AOR-Fans einen Versuch wert und für Leute, die einfach nur gern eine gute Scheibe mit Ritchie Blackmore im Schrank hätten, wirklich verzichtbar. (AMAZON)

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