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Rainbow - Down To Earth




Release Info: 1979 - Polydor - Full Length
Band Info: England - 1975 - Hard Rock
Bewertung: 8,5


Songs:

1. All Night Long
2. Eyes Of The World
3. No Time To Lose
4. Makin' Love
5. Since You Been Gone
6. Love's No Friend
7. Danger Zone
8. Lost In Hollywood

Kurz nach dem RONNIE JAMES DIO die Band verlassen hatte, mussten auch Bassist BOB DAISLEY und Keyboarder DAVID STONE gehen. RITCHIE BLACKMORE wurde seinem Ruf als Egozentriker wieder einmal gerecht, und feuerte seine komplette Mannschaft – außer COZY POWELL. Doch an gleichwertigem Ersatz mangelte es nicht, denn RAINBOW galt damals als einer der Top-Acts in der Hardrock-Szene. Mit GRAHAM BONNET konnte ein richtig guter Sänger verpflichtet werden, der zwar DIO nicht das Wasser reichen konnte, dennoch ein erstklassiger Mann war. Mit DON AIREY konnte er einen erstklassigen Mann für RAINBOW gewinnen, der damals zwar noch nicht den Ruf eines „Tastengottes“ hatte, aber immerhin schon mit Größen wie GARY MOORE, GARY RAFFERTY und BLACK SABBATH gearbeitet hatte. Auch bei den Soloalben von COZY POWELL haute er in die Tasten, sodass dieser ihn dann auch RITCHIE BLACKMORE empfahl. Die größte Überraschung war aber, dass er Kult-Bassist ROGER GLOVER, seinen ehemaligen Weggefährten von DEEP PURPLE, zu einem Engagement bei RAINBOW überreden konnte. GLOVER trat nicht nur als Bassist in Erscheinung, er übernahm auch gleich die Produktion des Albums. 
Ich würde „Down to Earth“ als ein Übergangsalbum bezeichnen, es ist so ein Zwischending aus der DIO-Ära, mit klassischem Hardrock, und der Mainstream-Ära mit JOE LYNN TURNER, bei der man eher auf radiotauglichen Hardrock gesetzt hatte. Wie auch immer, „Down to Earth“ ist alles andere als eins schlechtes Album, es ist, für damalige Verhältnisse, sehr modern, vor allem die Freiheiten, die BLACKMORE DON AIREY zugestanden hat, sind sehr beachtenswert. Das die Musik weiterhin sehr gitarrenorientiert ist, dürfte wohl logisch sein, ganz ließ sich der „Meister“ nicht an den Rand drängen. ;-) Die Songs selber sind nicht mehr so komplex wie auf dem Vorgänger, zumeist ist das sehr einfacher Rock, auch sind die grandiosen Longtracks des Vorgängers verschwunden, die meisten Songs bewegen sich so um die 4 Minuten Spieldauer rum. Trotzdem sind mit „Since you been gone“ und „All Night long“ zwei richtige Kracher mit dabei, die für mich zu den absoluten Hardrock-Perlen zählen. Diese beiden Songs würde ich dann auch als Anspieltipps empfehlen, der Rest bewegt sich eigentlich auf einem konstant guten Niveau, Schwächlinge und Rohrkrepierer gibt es nicht zu hören. Mein Fazit: Der Abgang von RONNIE JAMES DIO konnte durch GRAHAM BONNET nicht ganz wettgemacht werden, allerdings könnte das kein Sänger auf der ganzen Welt – damals nicht und heute auch nicht! Mit ROGER GLOVER und DON AIREY wurde die Qualität erhöht, trotzdem kommt „Down to Earth“ nicht ganz an seine Vorgänger ran.
Das ist allerdings Jammern auf ganz hohem Niveau, es gehört trotzdem in jede anständige Sammlung, schon alleine wegen „Since you been gone“ und „All Night long“. (AMAZON)






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