1. Benzin
2. Mann Gegen Mann
3. Rosenrot
4. Spring
5. Wo Bist Du
6. Stirb Nicht Vor Mir
7. Zerstören
8. Hilf Mir
9. Te Quiero Puta
10. Feuer Und Wasser
11. Ein Lied
Der Eisbrecher auf dem Cover ist symptomatisch, denn auch RAMMSTEIN versuchen mit diesem Album, sich neue Wege zu bahnen. Noch nie zeigte sich die Band so abwechslungsreich wie auf „Rosenrot". Das mexikanische ´Te Quiero Puta!´ klingt mit seinen Trompeten zwar so, als ob Ricky Martin die Berliner parodieren würde, aber dafür können die anderen Experimente wie die schlüpfrige Bombast-Ballade ´Feuer und Wasser´, das atypisch zerbrechliche ´Stirb nicht vor mir´, die schleppende Schrammel-Nummer ´Hilf mir´ und der Gothic-Stampfer ´Wo bist du?´ überzeugen. Sie überraschen mit teils unverzerrten Gitarren, gefühlvollen Soli, größerem Elektro-Anteil und einem Till Lindemann, der auch bei den ruhigen Passagen endlich die Töne trifft. Der Frontmann hat eh eine beachtliche Entwicklung vollzogen und glänzt inzwischen mit wortspielerischen Texten, die vor (Selbst-)Ironie nur so strotzen. So inszeniert sich der Vorzeige-Macho bei ´Mann gegen Mann´ als Schwuler, ohne dabei Homosexuelle zu veralbern, und nimmt sein Image auch bei ´Benzin´ auf die Schippe („Brauch keine Frau, nur Vaseline!"). Sehr gut gefällt mir auch die tief gestimmte Aggro-Hymne ´Zerstören´, die sich bei schlechter Laune voller Inbrunst mitgrölen lässt, aber dermaßen over the top ist, dass man über sie mit etwas Abstand nur schmunzeln kann: „Und jetzt die Königsdisziplin: das Köpfchen von der Puppe ziehn!" (ROCK HARD 8,5 / 10)


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