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Risk - The Reborn




Release Info: 1992 - Steamhammer - Full Length
Band Info: Deutschland - 1986 - Heavy Metal
Bewertung: 7,5


Songs:

1. Arise
2. Last Warning
3. Be No More
4. Lullaby
5. Awakening
6. Turn Back To Ecstasy
7. Eclipse
8. The Night Will Fall
9. Phantasmagoria
10. Armageddon (Fight Back)
11. No One Will Remember

Gehört ihr zu den Leuten, die RISK bisher immer ganz nett fanden, aber nie richtig warm mit ihnen werden konnten? Oder gehört ihr zu denjenigen, die zwar die technischen Fertigkeiten des Quintetts zu schätzen wußten, mit den Songs aber nichts anfangen konnten? Dann sage ich euch, wie auch allen bisherigen RISK-Fans: Vergeßt alles, was ihr bisher über RISK gehört habt. "The Reborn" ist anders. "The Reborn" ist besser. Die lustigen Tiere sind vom Cover verschwunden, und mit ihnen ist dieses Fun-Image, das der Band zum Teil zu Unrecht anhaftete, gegangen. "The Reborn" ist ein düsteres, schweres und kraftvolles Album, das die Band von einer neuen, äußerst interessanten Seite zeigt. Ein schnelles Stück wird man auf dieser Scheibe vergeblich suchen - es dominiert eine rohe und gewaltige Power, die das Tempo der Stücke zäh vorantreibt. Man könnte die Entwicklung grob gesehen mit der von Metallica vergleichen, die ja auf ihrem letzten Werk auch entdeckten, daß schleppendes Tempo mehr Heaviness erzeugen kann als flinke Riffs und bollernde Drums. So ist es, ähnlich wie bei Metallica, auch bei "The Reborn" eine Halbballade, die den absoluten Höhepunkt der Scheibe darstellt: 'Lullaby' nennt sich das Werk, welches man durchaus mit der Intensität von 'The Unforgiven' vergleichen kann. Die restlichen Tracks der Platte zeichnen sich durch Flexibilität aus. Auch wenn praktisch alle Songs im gleichen schleppenden 'Enter Sandman'- Tempo gehalten sind, unterscheiden sie sich doch gravierend voneinander. RISK arbeiten auf ihrer neuen LP mit mächtigen Chören, die dem Werk einen Manowar-ähnlichen Bombast verleihen. Und vor allem sollte man bemerken, daß RISK den deutschen Touch in ihrem Sound abgelegt haben, was der Band auf dem internationalen Markt einige Türen öffnen dürfte. Wenn einige Leser aufgrund der bis hierhin verfaßten Zeilen den Eindruck haben, daß RISK sich das letzte Werk von Hetfield & Co. etwas zu oft angehört haben, so sei ihnen gesagt, daß das den Nagel nicht auf den Kopf trifft. Metallicas letztes Album diente nur als Stimmungsvergleich, denn von der Atmosphäre her ähneln sich die Platten schon. RISK aber haben auf "The Reborn" gleich zwei Konzepte verarbeitet: Da wäre zum einen das textliche, das im Interview näher erläutert werden wird. Das andere ist das Verwenden von "orientalischen" Gitarrenriffs, die in jedem Song auftauchen - wie überhaupt die Gitarrenarbeit der Herren Keymer und Sumser ausgesprochen originell ist. Peter Dell und Jürgen Düsterloh sorgen erneut für einen grundsoliden Rhythmusteppich, Frontmann und Sänger Heimi Mikus hat sehr stark an sich gearbeitet und einige schöne Gesangsmelodien geschrieben. Zu dem positiven Gesamtbild gesellt sich schlußendlich auch die Produktion, die definitiv das Beste ist, was die Wittener Mohrmann-Studios bisher verlassen hat. Man kann also von einem rundum gelungenen, traditionellen Power Metal-Werk sprechen, das RISK '92 endlich zum längst überfälligen Durchbruch verhelfen dürfte. Neun fette Punkte dafür. (ROCK HARD 9 / 10)





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