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Running Wild - Resilient




Release Info: 2013 - Steamhammer -  Full Length
Band Info: Deutschland - 1976 - Heavy Metal
Bewertung: 8           


Songs:

1. Soldiers Of Fortune
2. Resilient
3. Adventure Highway
4. The Drift
5. Desert Rose
6. Fireheart
7. Run Riot
8. Down To The Wire
9. Crystal Gold
10. Bloody Island

In unserem Magazin mehren sich in letzter Zeit die Aussagen von Musikern, die betonen, wie wichtig das gemeinsame Jammen, Komponieren oder das generelle Feilen an Songs ist (siehe Interviews mit Dream Theater, Speedtrap, The Winery Dogs, Soulfly oder Kreator). Die unrühmliche Ausnahme bildet seit Jahren RUNNING WILD-Alleinherscher Rock´n´Rolf, der der festen Überzeugung ist, dass seine teilweise in einer halben Stunde komponierten Stücke aus dem Stand heraus der Weisheit letzter Schluss sind. Zwar lässt das Songwriting auf „Resilient" im Vergleich zu der schwachen Comeback-Scheibe „Shadowmaker" einen leichten Aufwärtstrend erkennen, andererseits wird mit ´Soldiers Of Fortune´, ´The Drift´ und ´Bloody Island´ zum wiederholten Male nur recht selten in die alte RW-Kerbe geschlagen. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Im Kontext der gesamten Diskografie sind die Songs alle nur „ganz nett". Eine Teilschuld daran tragen die amateurhafte Ausführung und das nicht vorhandene Bandfeeling. Temporär auftauchende schiefe Gesänge, unausgegorene Soli, ein uninspiriert klöppelnder Drumcomputer: Das ist Pre-Production-Niveau und kann weder im nationalen noch internationalen Vergleich mithalten.
Der zweite große Kritikpunkt: „Resilient" besteht zum Großteil wieder mal aus Hardrock- und nicht aus Metal-Songs. Klar, Riffrocker der Marke ´Soulless´ gehören schon seit einiger Zeit zum Repertoire der Piraten und sorgten auf den alten Alben für Abwechslung. Bis „Masquerade" (1996) betrug der Riffrocker-Anteil aber maximal 30 Prozent, mittlerweile befüllt Rolf 80 Prozent seiner Alben mit diesen häufig lustlos und ohne das alte Feuer gespielten Songs (die Ausnahme bildet das gelungene ´Desert Rose´). RUNNING WILD waren mal gefährlich, haben zehntausende Menschen mit ihren energiegeladenen Shows, donnernden Albumproduktionen und massiven Chören begeistert. Im Vergleich zu den Klassikern ist „Resilient" eine blutleere Angelegenheit, die mit ihren gefälligen Refrains höchstens einige schmerzfreie Hardrocker aufhorchen lässt. Wie man ein teutonisches Comeback nach Maß hinlegt, haben Accept bewiesen. It´s up to you, Rolf! (ROCK HARD 6,5 / 10)


Running Wild - Photo




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