1. Queen Of Sheba
2. Bring Back The Light
3. Hitchin' A Ride
4. When You See Me Again
5. Tear Down The Wall
6. Seducer
7. When The Blackbird Sings
8. Lion's Den
9. In The Shade Of The Sun
10. White Highway
11. New World
Promo-Sven von Polydor lag, das läßt sich jetzt sagen, weit daneben, als er nach einer ersten Hörprobe des neuen SARAYA-Materials einen radikalen Stilwechsel ausgemacht haben wollte. Auf Progrock mache die Band neuerdings, mit High-Tech à la Queensryche sei dieser wundersame Schritt weg from the roots am treffendsten umschrieben, ganz ohne Zweifel sei dafür Peter Collins, bekannt als Soundschuster von Rush wie 'Ryche, verantwortlich. Nichtsdestotrotz, so Svens Fazit, käme die Mucke gut. Und das war so ziemlich der einzige Punkt, in dem sich unser Promo-Mann nicht irrte. Freilich, "When The Blackbird Sings" trägt merklich Collins' Handschrift. Die Scheibe klingt "produzierter" als das '89 erschienene SARAYA-Debüt, für das der spröde Südstaatler Jeff Glixman die Regler so schob, wie er es in den Sixties gelernt hatte, und deshalb kommt die Band auf Album Nummer zwei fülliger ausgestattet daher und auch eine Spur radio-friendlier. Die Roots indes sind immer noch intakt. Zwar hat man einen so edlen Southern-Bar-Blues wie 'Love Has Taken Its Toll' heuer leider nicht am Start, aber ansonsten halten sich die Mannen um Sängerin Sandi Saraya (neben Debbie Davis von Witness immer noch das beste Frontfrollein des Genres) schadlos am vom Erstling vorgegebenen Muster: aktualisiertes Siebziger-Handwerk, versteckte Zep/'Smith-Zitate hier und da, treffsichere Melody-Lines, infektiöse Hooks - kurzum: klassischer Heavy Rock vom Feinsten. Ausgewogenheit ist hier Trumpf. Wies das Debüt neben einer Reihe hervorragender Songs noch den einen oder anderen Durchhänger auf, so hält sich das neue Material auf einem konstanteren Level. Kompositorische Flops sind ebensowenig zu notieren wie Queensryche-Anklänge. 'When You See Me Again' darf zurecht als Highlight gesondert erwähnt werden, das Restprogramm (noch zehnmal Dynamit) liegt beim Zieleinlauf allerdings nur denkbar knapp hinter dem potentiellsten Single-Hit. Soviel Wohlklang ist mit neun Points keineswegs überbewertet. (ROCK HARD 9 / 10)


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen