1. Edge Of Thorns
2. He Carves His Stone
3. Lights Out
4. Skraggy's Tomb
5. Labyrinths
6. Follow Me
7. Exit Music
8. Degrees Of Sanity
9. Conversation Piece
10. All That I Bleed
11. Damien
12. Miles Away
13. Sleep
Um es gleich vorwegzunehmen: SAVATAGE haben es den Kollegen von Metal Church nachgetan und einen legendären Frontmann durch einen nahezu gleichwertigen Newcomer ersetzen können. Vom Ende der SAVATAGE-Geschichte, wie in den letzten Monaten befürchtet, kann also beileibe keine Rede sein. Zack Stevens überzeugt nicht nur mit seiner kraftvollen, energischen Stimme und einer Sattelschlepperpower wie Bruce Dickinson in seinen besten Tagen, er hat auch die größtenteils noch auf Jon Oliva zugeschnittenen Melodielinien des neuen Albums so geschickt aufs Band gebracht, daß man phasenweise das Gefühl hat, Meister Oliva würde noch bei den Jungs mitmachen. Daß Jon nicht mehr seine einzigartigen Stimmbänder für SAVATAGE in Schwingung versetzt, dürfte eingeschworenen Fans zwar ein Dorn im Auge sein, trotzdem fällt das so gut wie gar nicht ins Gewicht, selbst wenn man die Momente ab und an vermißt, in denen er seine irren Schreie losgelassen hat. Die bärenstarken Nummern von "Edge Of Thorns" lassen so etwas wie Enttäuschung aber auch gar nicht erst aufkommen. SAVATAGE gehören in der Powermetal-Liga nach wie vor zu den Giganten und haben nicht ein Fünkchen ihres kompositorischen Potentials und ihrer Energie eingebüßt. Satte Glockengußdrums, 70er-Supergruppen-Bombast, eingängige Hooks, fetter Sound voll und ganz in der Tradition von "Hall Of The Mountain King", "Power Of The Night" oder "Gutter Ballet". Einmal ganz davon abgesehen, daß Criss Oliva erneut bestätigt, warum er zu den abgefahrensten Metalgitarristen aller Zeiten gehört: Seine sägenden Riffs sind Legende, kommen auch diesmal wieder gewaltig - aber alleine die schlichtweg genialen Sologitarren auf dem neuen Album müßten im Grunde genommen alle G.I.T.-Klampfer samt ihrer fudeligen Instrumentalwerke vor Scham und Schande im Boden versinken lassen. Von den dösigen Trittbrettfahrern, die uns traditionell in großer Zahl mit uninspirierten Veröffentlichungen langweilen ("Äj, wir spielen jetzt auch wie Pantera/Nirvana/Metallica"), ganz zu schweigen. (ROCK HARD 9,5 / 10)


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