1. Power Of The Night
2. Unusual
3. Warriors
4. Necrophilia
5. Washed Out
6. Hard For Love
7. Fountain Of Youth
8. Skull Session
9. Stuck On You
10. In The Dream
In den 80ern waren die Bands unheimlich fleißig, auch SAVATAGE veröffentlichten im Jahresrhythmus neue Alben. Beeindruckend ist die Qualität der Veröffentlichungen, es ist unfassbar, die kreativ die damals waren, wie sie vor Ideen nur so gesprüht haben. Mit "Power Of The Night" veröffentlichten SAVATAGE 1985 ihren zweiten Longplayer, und man konnte vom ersten Song an eine Weiterentwicklung erkennen. Ob es daran lag, dass mit "Atlantic Records" nun ein Major-Label im rücken hatten, oder mit MAX NORMAN einen erfahrenen Produzenten an Bord hatten, keine Ahnung. In jedem Fall hören sich SAVATAGE hier schon sehr viel aufgeräumter und strukturierter an, als auf ihren ersten beiden Veröffentlichungen. Es ist nicht nur der Sound, der ein Stück weit "erwachsener" klingt, auch JON OLIVIA hat irgendwie alle Hemmungen über Bord geworfen und singt wie befreit. Tolle Shouts, er reizt seine Stimme voll aus und zeigt das erste Mal, was wirklich in ihm steckt. Ein Grund dürfte auch gewesen sein, dass SAVATAGE sich bei den Aufnahmen Zeit lassen konnten und es keinen Druck gab, dass sie experimentieren und ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten. Ich finde, dass die Prog-Einflüsse sehr viel ausgeprägter sind, wohingegen die Härte in etwa beibehalten wurde, aber sehr viel strukturiertere Bahnen gelenkt wurde. Das ist nicht mehr so wild, das ist durchdachter, sehr viel professioneller, was auch ein Verdienst von MAX NORMAN gewesen sein dürfte. NORMAN war auch für die ersten drei Alben von OZZY OSBOURNE und das Hammeralbum "Licence To Kill" von MALICE verantwortlich. Er arbeitete mit ARMORED SAINT, Y&T, LOUNDNESS, MEGADETH und GRIM REAPER, wusste also ganz genau was zu tun war um erfolgreich zu sein. Highlights sind der geniale Nackenbrecher "Washed out", "Warriors", "Fountain Of Youth", die wunderschöne Ballade "In The Dream" und natürlich der kultige Titeltrack "Power Of The Night", die ich auch unbedingt als Anspieltipps empfehlen würde. Es ist deutlich erkennbar, dass SAVATAGE sehr viel massenkompatibler geworden sind, das kann man bei Songs wie "Hard For Love" oder "Stuck On You" erkennen, die man schon als radiotauglichen Rock bezeichnen könnte. Das war gewagt, letztendlich aber der richtige Schritt, man hat quasi die alten Fans bei der Stange gehalten und neue hinzugewonnen. Ihr feines Gespür für eingängige Melodien und Refrains, ihr kompositorisches Talent und die Liebe zu verschachtelten Songstrukturen, kommen ebenfalls zum Tragen. Für diese Art Songs war die Stimme von JON OLIVIA quasi prädestiniert, weil er eben in allen Tonlagen sehr sicher singen konnte. Mein Fazit: Mit "Power Of The Night" haben SAVATAGE ihren Durchbruch geschafft und sich eine breitere Fan Base erspielt. Es war das Album, das eine glorreiche und goldene Ära der Jungs aus Florida einläutete, die in Alben wie "Hall Of The Mountain King" und "Gutter Ballet" ihre Höhepunkte fand. ich finde dieses Album gehört in jede Metal-Sammlung, nicht nur SAVATAGE-Fans dürften hier ihre Freude haben, jeder der auf erstklassigen Metal aus den 80ern steht, sollte hier leuchtende Augen bekommen.(AMAZON)


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