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Scorpions - Comeblack




Release Info: 2011 - Sony - Full Length
Band Info: Deutschland - 1966 - Hard Rock
Bewertung: 6,5


Songs:

1. Rhythm Of Love
2. No One Like You
3. The Zoo
4. Rock You Like A Hurricane
5. Blackout
6. Wind Of Change
7. Still Loving You
8. Tainted Love
9. Children Of The Revolution
10. Across The Universe
11. Tin Soldier
12. All Day And All Of The Night
13. Ruby Tuesday

Warum nicht? Die SCORPIONS haben sich in den letzten Jahren vollkommen verdient eine gewisse Narrenfreiheit erarbeitet, von daher gehen auch ein paar Neueinspielungen plus Coverversionen in Ordnung. Das Vorhaben, einigen alten Klassikern ein zeitgemäßes Soundgewand zu verpassen, kann man unterm Strich durchaus als gelungen bezeichnen. Das klingt fett, rappelt ordentlich, und es geht in den meisten Fällen doch deutlich weniger Charme der Originalaufnahmen verloren als befürchtet. Hinzu kommt, dass es mitnichten zu einer digitalen Verschlimmbesserung gekommen ist, vielmehr hat man es tatsächlich geschafft, bis zu einem gewissen Grad den natürlichen Klangcharakter der Instrumente beizubehalten. Die Gitarren scheinen ein bisschen tiefer gestimmt, ´No One Like You´ wirkt ein wenig schneller, Klaus Meine bekommt die härteren Sachen wie ´Blackout´ nicht mehr ganz so gut auf die Reihe, glänzt dafür allerdings bei den beiden Balladen (´Still Loving You´ und das unvermeidliche ´Wind Of Change´), ´Rhythm Of Love´ gefällt sogar besser als im Original, ´Rock You Like A Hurricane´ drückt mächtig, und lediglich ´The Zoo´ will aufgrund der veränderten Leads und des nicht ganz so optimalen Gesangs von Klaus nicht wirklich gefallen. Nun gut, in Sachen Auswahl der Coverversionen gab es mit Sicherheit schon originellere Ideen. ´Tainted Love´ klingt deutlich mehr nach der Version von Marilyn Manson als nach der wohl bekanntesten Variante des Synth-Pop-Duos Soft Cell und schon gar nicht nach dem Original von Gloria Jones aus den Sechzigern. Du meine Güte, auf die Idee, 2011 ´Children Of The Revolution´ von T.Rex in der gefühlten 468. Version zu covern, können eigentlich auch wirklich nur die SCORPIONS kommen. Aber auch hier muss man den Hannoveranern attestieren, eine wirklich gepfefferte Variante auf die Kette bekommen zu haben. Dass The Kinks mit ihrem speziellen Rhythmus ein großer Einfluss für Rudolf Schenker waren, glaubt man aufs Wort, wenn man die Interpretation der SCORPIONS von ´All Day And All Of The Night´ hört. ´Ruby Tuesday´ (The Rolling Stones), ´Tin Soldier´ (Small Faces) und ´Across The Universe´ (The Beatles) gehen ebenfalls in Ordnung. Doch, das Ding hat was, und „müde Pfütze" (O-Ton Rudolf Schenker) klingt mit Sicherheit anders.(ROCK HARD)







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