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Scorpions - Moment Of Glory




Release Info: 2000 - EMI - Full Length
Band Info: Deutschland - 1966 - Hard Rock
Bewertung: 7


Songs:

1. Hurricane 2000
2. Moment Of Glory
3. Send Me An Angel
4. Wind Of Change
5. Crossfire
6. Deadly Sting Suite
7. Here In My Heart
8. Still Loving You
9. Big City Nights
10. Lady Starlight

Im Jahre 2000 fand hier in meiner Heimatstadt Hannover die EXPO statt, zu der eine hannoversche Band die Hymne „Moment of Glory“ schrieb und in der hannoverschen „Preußag Arena“ ein in alle Welt übertragenes Konzert gab. Schon beim Eröffnungssong des Konzerts „Hurricane 2000“ zeigt sich, daß Band und Orchester sehr gut aufeinander abgestimmt sind und wie eine Einheit klingen. Daß dies keine Selbstverständlichkeit ist, haben wir ja in letzter Zeit bei einigen Metal-Symphonie-Symbiosen feststellen müssen. Nach diesem klasse Opener verfällt die Band aber leider in die generationsübergreifende, vorabendliche Fernsehunterhaltung, indem bei der EXPO-Hymne „Moment of Glory“ und „We don´t own the World“ ein wiener Kinderchor auf die Bühne geholt wird, den Klaus Meine, wie er sagt, am liebsten als „Angels from Vienna“ angekündigt hätte. Aber leider heißen sie nur „Gumpoldtskirchener Spatzen“. Bei Lied Numero Fünf wird zumindest der männlich Teil der metallischen DVD-Gucker wieder wach, denn Meine singt „Here in my Heart“ im Duett mit Lyn Liechty. Lyn Wer? Egal, denn die meisten werden sich sowieso nur an das Jennifer Lopez Konkurrenz machende, bis zum Bauchnabel ausgeschnittene Dekolleté erinnern. Und wenn wir schon mal wach sind, dann bleiben wir auch gleich auf, denn es geht mit „We´ll burn the Sky“ endlich wieder metallischer weiter, gefolgt von „Big City Nights“, bei dem der aktuelle Sänger von GENESIS, Ray Wilson, die Strophen singt, um sich den Refrain mit Klaus zu teilen. Letzterer verschwindet danach erstmal von der Bühne, denn es folgt mit „Deadly Sting Suite“ ein Instrumentalstück in 3 Akten. Beim ersten Part „Crossfire“ brilliert Matthias Jabs mit seinen Solo Gitarreneinlagen, bevor bei „He´s a Woman, she´s a Man“ wieder die ganze Band am Start ist, die dann bei „Dynamite“ doch endlich wieder von Klaus Meines Stimme vervollständigt wird. Es folgt das Schmusesongfinale mit den obligatorischen Balladen „Wind of Change“ und „Still loving you“, bevor bei „Moment of Glory (Encore)“ noch mal alle Gäste und der Kinderchor auf die Bühne kommen. Jetzt (endlich) hält es auch das Publikum nicht mehr auf ihren Stühlen und Papi und Mami schunkeln zu Tränen gerührt, Arm in Arm mit Töchterchen und dem Opa. Ach wie ist das schön, eine glücksehnliche Familienunterhaltung für einen gemeinsamen Abend auf dem Sofa vor dem Fernseher, aber irgendwie nicht so ganz das Richtige für einen Metaller, der sich da dann doch eher sentimental an „World Wide Live“ erinnert. (METALGLORY)



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