1. Roots Bloody Roots
2. Attitude
3. Cut Throat
4. Ratamahatta
5. Breed Apart
6. Straighthate
7. Spit
8. Lookaway
9. Dusted
10. Born Stubborn
11. Jasco
12. Itsari
13. Ambush
14. Endangered Species
15. Dictatorshit
Hm, ich weiß nicht so recht, was das soll. Klar, eine Band sollte sich weiterentwickeln, und es ist verständlich, wenn Musiker keinen Bock haben, ständig das gleiche zu spielen. Aber für meinen Geschmack sind SEPULTURA hier etwas über das Ziel hinausgeschossen, denn von den alten Thrash-Roots der Band ist nicht mehr viel übriggeblieben. Dabei fängt alles so schön an: 'Roots Bloody Roots' ist ein prima Opener, der alle SEPULTURA-Qualitäten in sich birgt, das an Fudge Tunnel und Clutch angelehnte und mit hartem Thrash gekreuzte 'Attitude' zählt ebenfalls zu den absoluten Highlights. Aber mit zunehmender Spielzeit wird das Songmaterial immer abgedrehter und konfuser. Endlose Noise-Orgien, verzerrte Vocals, wirre Soundgebilde - 'too many drugs' vermutete Grave-Gitarrist Ola, dem ich kürzlich das Tape vorspielte. Ob's daran liegt, weiß ich nicht - Tatsache ist, daß 'Roots' mich vor einen Zwiespalt stellt. Auf der einen Seite sind die Brasilianer herrlich unkommerziell und haben einige wirklich großartige Ideen verewigt - zum Beispiel die zahlreichen abgefahrenen Drumbeats. Andererseits haben sie aber mitunter sehr dreist bei den älteren Neurosis und Melvins geklaut, was eine Band wie SEPULTURA nun wirklich nicht nötig hat. Ihre eigene Identität geht hier und da flöten. Es gibt zwar noch genügend gute Songs wie etwa 'Straight Hate', die die Scheibe in den grünen Bereich hieven, aber ob sich die alten Fans mit dem neuen Material wirklich anfreunden können, wage ich zu bezweifeln. 'Roots' ist eine gute Platte, mehr nicht. Schade. (ROCK HARD 7,5 / 10)


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