1. Eisenwinter
2. Nachtgebet
3. Rauhnacht
4. Die Treuewacht
5. Am Isenstein
6. Eckesachs
7. Winterblut
8. Untot
9. Hagen Von Troje
10. Du Und Ich
Eine Band darf problemlos Uschi, Elfriede, Manni oder eben auch SIEGFRIED heißen und einen schlecht gezeichneten Ritter, einen schlecht gezeichneten Ritter oder eben auch einen schlecht gezeichneten Ritter auf ihr CD-Cover packen, solange musikalisch und inhaltlich alles top ist. Nun, die Österreicher reiten bis zum Geht-nicht-mehr auf der Nibelungensaga herum, was ungefähr genauso überflüssig wie Boltendahls Interpretation desselben Mistes oder wie die 47. Beschreibung eines behaarten Hobbitfußes aus Krefeld ist. Wobei die einzige Gemeinsamkeit mit den großen Namen schon genannt wäre...
Viel schlimmer als die textliche Einfallslosigkeit traktiert einen hier nämlich die Musik. Epischer, kraftvoller Metal soll es nach Angaben der Band sein, was man hier zu hören bekommt. Kraftvoll dröhnt es indes keineswegs aus den Boxen, sondern schlampig produziert und hoffnungslos übersteuert. Mit Epik haben die zehn Nummern auch nicht viel zu tun. Man(n) grölt in schlimmster Oi!-Manier - eine Mischung aus Glatzenrock und Fußballstadion, Frau wimmert schwachbrüstig und austauschbar (Sandra Schlerets Vorgängergruppe Dreams Of Sanity war schon nicht das Gelbe vom Ei), und manchmal ergeht sich das Ganze in furchtbarem, pathetischem Falschsingen (´Die Treuewacht´). Das, was diesen Leuten an Tönen aus dem Rachen springt, tut richtig weh!
Was auch immer hier originell sein soll, wie es Band, Label und diverse Zines behaupten: Mehr als ganz schlichte Riffs aus der Anfängerfibel des Einfach-Metal (inklusive völlig schiefer Soli - man höre ´Eckesachs´) plus Kitsch ist "Eisenwinter" definitiv nicht! (ROCK HARD 3 / 10)


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