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Simmons, Gene - Gene Simmons




Release Info: 1978 - Polygram - Full Length
Band Info: USA - 1978 - Hard Rock
Bewertung: 7                


Songs:

1. Radioactive
2. Burning Up With Fever
3. See You Tonite
4. Tunnel Of Love
5. True Confessions
6. Living In Sin
7. Always Near You / Nowhere To Hide
8. Man Of 1000 Faces
9. Mr. Make Believe
10. See You In Your Dreams
11. When You Wish Upon A Star

Nachdem ich mir im Zuge meines Sammelwahns endlich auch die 4 Solo-Alben der 4 Original-Kiss-Mitglieder gekauft hatte, war ich mir ziemlich sicher, dass einzig Ace Frehleys Alleingang wirklich von essenziellem Wert wäre, der auch außerhalb des Kiss-Fankreises Beachtung verdient. Nun, nach vielmaligem Hören, bin ich zur Meinung gelangt, dass Gene Simmons Album (das wie die anderen übrigens 1978 auf den Markt kam) in Wahrheit das interessanteste ist. Eigentlich ist nur der Beginn mit dem schaurigen Gelächter und dem Gruselmelodie-Intro mehr oder minder typisch für den Mann, der sich hinter der Demon-Mask verbirgt. Tatsächlich bietet "Gene Simmons" eine breite Palette an launigen Rock- (and-Roll-)Songs! "Radioactive" und "Burning Up With Fever" sind alltagsradiotaugliche Pop-Songs zum Mitsingen. "See You Tonite", für das Herr Simmons ja gerne Paul McCartney im Studio gehabt hätte, klingt erstaunlich beatleesk und zeigt, wie viel musikalisches Feingefühl hinter der zentimeterdicken Make-Up-Schicht vorzufinden ist (ich mag aber auch die klassischen Kiss-Songs von Simmons größtenteils sehr). Vielleicht hätten die Beatles Ende der 70er wirklich solche Songs geschrieben, wenn es sie noch gegeben hätte... Weitere Highlights (ich besitze sowohl die CD als auch eine Vinyl-Ausgabe) sind für mich "True Confessions", "Living In Sin" und das unwiderstehliche "Man Of 1000 Faces". Das Remake von "See You in Your Dreams" halte ich persönlich für gelungen, wobei ich offengestanden nicht sagen könnte, ob mir hiesige Version oder das Original von ROCK & ROLL OVER (das ja erst kurz zuvor erschienen war) besser gefällt. Der kitschig anmutende Abschluss mit dem Disney-Kinosoundtrack "When You Wish Upon A Star" ist in der Tat ungewöhnlich, stellt aber meines Erachtens ein gelungenes und gleichermaßen rundes Ende dieses in Summe äußerst kurzweiligen Longplayers dar. (Angeblich soll Mr. Simmons ja im Studio beim Einsingen dieses Tracks sogar geweint haben.) Fazit: "Gene Simmons" ist erfrischend anders, angenehm vielschichtig und zeigt die vermeintlich sensible, sentimentale Seite des Dämonen-Manns. Gemeinsam mit ACE FREHLEY ist es mit Sicherheit das gelungenste Solo-Werk jener Phase. Gemessen an anderen Kiss-Veröffentlichungen (manche zählen es zum Albenoutput dazu, andere nicht) würde ich GENE SIMMONS ebenfalls ziemlich weit oben ansiedeln. Ich glaube jedenfalls, dass nicht nur eingefleischte Kiss-Fans mit diesem Album voll auf ihre Kosten kommen werden. Wirklich stark! (AMAZON)



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